Nachricht
Gemeinsame Gedenkfeier der Landeshauptstadt Stuttgart mit dem Volksbund auf dem Hauptfriedhof in Stuttgart-Bad Cannstatt.
17. November 2018
  • Nordwürttemberg

Die traditionelle Gedenkfeier der Landeshauptstadt Stuttgart mit dem Volksbund fand dieses Jahr wieder auf dem Hauptfriedhof in Stuttgart Bad Cannstatt beim Ehrenfeld der Fliegeropfer und Opfer der Gewalt statt. Erneut war die Gedenkfeier mit zahlreichen Lichtern vom Friedhofsamt der Landeshauptstadt eindrucksvoll versehen worden. Der Beginn der Gedenkfeier war wieder parallel zum Sonnenuntergang um 16:30 Uhr, was eine besondere Stimmung bereitet. Das schwindende Tageslicht lässt dann auch die aufgestellten Lichter besser zur Geltung kommen.

Seitens der Stadt Landeshauptstadt Stuttgart hielt erneut deren Erster Bürgermeister Michael Föll die Gedenkrede. Föll legte auch den Kranz für die Stadt Stuttgart nieder. Die Landesregierung war durch Frau Staatssekretärin Bärbl Mielich repräsentiert, die auch den Kranz für die Landesregierung niederlegte. Weiter Kränze wurden durch den Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württembeg Oberst Chrstian Walkling und Command Sergeant Major Toese Tia. seitens der US-Army Kränze niedergelegt.

Der Volksbund war durch den Bezirksverband Nordwürttemberg mit dem stellv. Bezirksvorsitzenden Willi Halder (MdL) und Vorstandsmitglied Konrad Pflug vertreten, die gemeinsam den Kranz niederlegte. Das Hegel-Gymnasium aus Stuttgart Vaihingen stellte erneut mit den beiden amtierenden Schulsprechern Jonas Tamme und Sebastian Neininger zwei aktive Jugendliche, die abwechselnd das Totengedenken sprachen.

Die musikalischen Beiträge erfolgten durch den Reservistenmusikzug 28. Ebenso wirkten ein Solotrompeter der US-Army und,  wie immer auf dem Hauptfriedhof, auch der Gesangsverein Steinhaldenfeld mit. Alle Musikbeiträge unterstrichen den würdigen Rahmen dieser Traditionsveranstaltung.

In seiner Gedenkrede sagte Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll, dass die Friedhöfe Zeugen der Opfer der Kriege seien und bezog die Opfer des 1. WK und des 2. WK gleichsam mit ein. Er dankte dem Volksbund für seine jahrzehntelange und zur Aussöhnung beitragende Friedensarbeit. Hierzu gehöre auch eine Gedenkarbeit und Erinnerungskultur. Weiterhin betonte Föll, dass sich der Charakter des Volkstrauertages, der 1920 erstmals abgehalten wurde, verändert habe. Es stünden nicht mehr nur die Toten der beiden Weltkriege im Blickpunkt, sondern auch die Opfer von Gewalt. Dies sei berechtigt, wenn man auf die Ereignisse in der Welt sieht so Föll weiter.

Mit dem Blick auf die heutige Zeit gewendet, stellte Föll eine Verrohung in der Gesellschaft fest und mahnte dabei an, dass der Weg von der verbalen Gewalt nicht weit zur tatsächlichen Gewalt sei. In diesem Zusammenhang ging Stuttgarts Erster Bürgermeister auch auf die im Art. 1 des GG verankerte Menschenwürde ein und hob hervor, dass hier keine Spirale entstehen dürfen, welche diese Menschenwürde antastet, denn wenn die Würde eines Menschen verletzt wird, so kann es Morgen die eigene Würde sein stellte Föll fest.