Nachricht
Schülerinnen und Schüler aus Winnenden sammelten für den Bau und die Pflege von Soldatenfriedhöfen
Belohnungsveranstaltung fand am 27.02.2019 im Rathaus in Winnenden statt
27. Februar 2019
  • Nordwürttemberg

Willi Halder begrüßte die Schülerinnen und Schüler in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und stellv. Bezirksvorsitzender des Volksbundes im Bezirksverband Nordwürttemberg. Halder Dankte den Schülerinnen und Schüler für deren Engagement bei der Haus- und Straßensammlung im Herbst 2018.

In seiner Dankesrede stellte Halder neben den humanitären Aufgaben des Volksbundes, der in diesem Jahr noch sein hundertjähriges Bestehen feiern wird, auch die Bedeutung das geeinte Europa zu erhalten, in welchem es zuvor immer Kriege gab, heraus. Dabei erinnerte an die Millionen Kriegsopfer der beiden Weltkriege und dass der Volksbund neben den gefallenen Soldaten im Ausland auch zum Beispiel die Gräber der im 2. WK verfolgten und ermordeten Juden betreut. Halder selbst nannte den Grund für sein Wirken im Volksbund die Geschichte seiner Familie. Sein Vater und zwei Brüder waren im Krieg. Ein Onkel ist gefallen, der andere kam aus dem Krieg durch Granatsplitter verletzt zurück und sein Vater musste die Gefangenschaft erleben.

Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul bedankte sich für das wiederum starke Sammelergebnis von 1.229,38 Euro, für welches sich insgesamt über 60 Schülerinnen und Schüler als Sammler betätigten. Der Volksbund finanziert seine Friedensarbeit zu ca. zwei Dritteln aus Spenden und Beiträgen. Somit sei das Engagement der Sammler eine echte Friedensarbeit. Frieden ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern muss in harter Arbeit stets neu gestiftet werden zitierte er den ehem. Außenminister, heutigen Bundespräsidenten und Schirmherr des Volksbundes Frank-Walter Steinmeier.

Weiterhin hob Faul die Parallelität und Gleichrangigkeit des humanitärem Wirken der Kriegsgräberfürsorge mit dem Gedanken der Aussöhnung hervor. Ebenso betonte er in dem Zusammenhang die Wichtigkeit der Jungendarbeit des Volksbundes.

Den Faden des hundertjährigen Bestehens des Volksbundes nahm Faul auf und führte dabei aus, dass die Trauer alleine nicht ausreiche weitere Kriege zu vermeiden, sondern es zudem der Aussöhnung unter den ehemaligen Feinden bedürfe. Dies sei eine wichtige Lehre aus der Geschichte nach dem 1. Weltkrieg, die nach dem zweiten Weltkrieg erkannt wurde, denn wo Feinde zu Freunden werden, da ist kein Platz für Krieg, wofür das vereinte Europa stehe und eine wichtige Stütze ist.

Rainer Woitke, Beauftragter für Bürgerschaftliches Engagement, überreichte den Teams mit den höchsten gesammelten Geldbeträgen, eine Anerkennungsurkunde und zusätzlich ein kleines Präsent.