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Zeichen gegen Hass online und offline
Deutsch-französisch-bosnisches Jugendprojekt „We remember Srebrenica“
07. August 2020
  • Jugend

Wenn junge Leute aus Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Deutschland gemeinsam Videos, Installationen und Social Media-Aktionen zum dunkelsten Kapitel der Nachkriegszeit in Europa produzieren und gestalten, ist ein wichtiger Schritt zu friedlichem Miteinander getan. Ab Ende August bietet der Volksbund mit Partnern ein Projekt (online und offline) für 18- bis 26-Jährige an. Das Thema: „We remember Srebrenica“ – 25 Jahre nach dem größte Völkermord in Europa seit 1945.

Die Begegnung beginnt mit einem Treffen der deutschen Teilnehmenden in Berlin und geht virtuell und trinational im September und Oktober weiter. Initiator war das Deutsch-Französische Jugendwerk, das das Projekt auch finanziert.

Drei Tage im Juli 1995
Nach dem Zerfall Jugoslawiens war mitten in Europa ein Krieg entbrannt, in dem sich die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in den einzelnen Republiken untereinander bekämpften. Vom 11. bis 13. Juli 1995 wurden bosnisch-muslimische Europäerinnen und Europäer Opfer des größten Völkermords in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg.

„In digitalen Begegnungen mit Jugendlichen aus Bosnien und Herzegowina, aus Deutschland und aus Frankreich gedenken wir der Opfer und zeigen unsere Solidarität mit den Hinterbliebenen und den Zeuginnen und Zeugen des Genozids“, sagt Pawel Prokop, Leiter des Volksbund-Fachbereichs Internationale Jugendbegegnungen. „In Workshops setzen wir uns mit Fragestellungen wie diesen auseinander: Wie erinnern wir uns heute in Europa an den Genozid? Wie sieht der Versöhnungsprozess heute vor Ort aus?“

Kunst und Webdesign
Mit Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern, Webdesignerinnen und -designern sowie Mitarbeitenden der Partnerorganisationen entstehen Videos, Fotos, Kunstobjekte, Installationen, Social Media-Aktionen und mehr, die später auf einer Webseite präsentiert werden. „Damit setzten wir ein Zeichen gegen Hass online und offline“, so Prokop.

Projekttermine:
28. bis 30. August: Berlin – Treffen der deutschen Teilnehmenden (Campsprache Deutsch)
10. bis 12. September und 12. bis 14. Oktober: trinationale digitale Treffen (rund vier Stunden pro Tag, Campsprache Englisch, Übersetzung bei Bedarf)

Beteiligt sind außer dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Organisation „Une Terre Culturelle“ Marseille als französischer Partner und die Organisation „Youth Initiative for Human Rights“ aus Bosnien und Herzegowina.

Auskunft gibt Andreea Peptine (030-2309 3672)
Kontakt

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Anmelden gibt es hier.