48 Seiten stark ist der Rückblick auf das zurückliegende Volksbund-Jahr. Das Coverfoto entstand bei einem Schulprojekt auf der Kriegsgräberstätte im niederländischen Ysselsteyn. (© Christiane Deuse)
Volksbund-Jahresbericht 2025: von Frankreich bis Russland
Breites Spektrum der Kriegsgräberfürsorge im Rückblick – jetzt auch als E-Paper
80 Jahre Kriegsende holten 2025 den Zweiten Weltkrieg bundesweit zurück ins Bewusstsein. Wie sehr seine Folgen heute noch spürbar sind, zeigt der Jahresbericht des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. – unter anderem mit einem Blick auf seine Arbeit in Russland. Das Heft zeigt aber auch, wie weit Versöhnung heute reicht und wie sehr die Jugend- und Bildungsarbeit davon profitiert.
Fünf Top-Themen und großformatige Fotos prägen den Charakter des Jahresberichts. Der Artikel „Arbeit in Russland – eine Gratwanderung” beantwortet die häufig gestellte Frage, ob Exhumierungen und Einbettungen dort trotz des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine möglich sind. Knapp zusammengefasst: Unter schwierigen Bedingungen geht es auch dort weiter.
Die erste Kriegsgräberstätte, die nach dem 8. Mai 1945 entstand, ist Sandweiler in Luxemburg. Gemeinsam erinnerten Vertreter der damals verfeindeten Nationen 70 Jahre nach der Einweihung an die Kriegstoten aller Nationen. Mit dabei: Ursula Müller, die schon 1950 als kleines Mädchen dort am Grab ihres Vaters stand. Internationales Gedenken ist das Stichwort.
Begreifen mit Herz und Verstand
International war auch das Programm einer Schülergruppe aus Baden-Württemberg in Ysselsteyn in den Niederlanden. An den Gräbern deutscher und kanadischer Soldaten lernten die Jugendlichen, die Folgen des Krieges zu begreifen – mit Herz und Verstand.
Jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg: An ihr Schicksal erinnert die „Operation Levi”. Angehörige aus den USA waren dabei, als der Volksbund in Frankreich christliche Kreuze auf jüdischen Gräbern gegen Stelen mit dem Davidstern austauschte.
Über all das berichtete das Team der Öffentlichkeitsarbeit. Was alles zu ihren Aufgaben gehört und welche Fragen am häufigsten gestellt werden – auch das beleuchtet eines der TOP-Themen.
Zahlen und Leistungen
Als gemeinnütziger Verein veröffentlicht der Volksbund alljährlich die wichtigsten Zahlen und informiert über Einnahmen und Ausgaben, Mitglieder und Förderer, Kriegsgräberstätten, Workcamps … Zum Serviceteil gehören die Ansprechpartnerinnen und -partner in der Bundesgeschäftsstelle, im Hauptstadtbüro und in den Landesverbänden.
Auch zur Volksbund-Stiftung Gedenken und Frieden gibt Zahlen – und ein Beispiel für ein Projekt, das mit ihrer Hilfe möglich war.
In der Mediathek auch als E-Paper
Zu finden ist der Jahresbericht 2025 in der Mediathek: als PDF zur Ansicht und mit der Option, die gedruckte Ausgabe zu bestellen – gerne gegen eine Spende. Neu ist die Ausgabe als E-Paper mit einer Vielzahl an Links zu Videos, zu weiteren Artikeln und Service-Seiten auf der Volksbund-Homepage.
Der Volksbund ist ...
… ein gemeinnütziger Verein, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland sucht, birgt und würdig bestattet. Mehr als 5.500 waren es im vergangenen Jahr. Der Volksbund pflegt ihre Gräber in 45 Ländern und betreut Angehörige. Mit seinen Jugend- und Bildungsangeboten erreicht er jährlich knapp 50.000 Menschen. Für seine Arbeit ist er dringend auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.
