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Bad Orb

Auf dem Hauptfriedhof legte der Volksbund mit der Landesregierung in den Jahren 1957/58 die Grabstätten von 42 deutschen Soldaten des 1. und 74 des 2. Weltkrieges in dauerhafter Form an. Damals kennzeichneten Holzkreuze die Gräber.

Mitten im Wald, an der Wegscheide, liegt der sogenannte Russenfriedhof. Hier ruhen 1.430 Opfer des 2. Weltkrieges, die als Kriegsgefangene in einem Stalag (Stammlager) an der Wegscheide zum größten Teil durch eine Ruhr-Epidemie ums Leben gekommen waren. Ursprünglich hier bestattete englische und französische Kriegsgefangene wurden nach dem Krieg in ihre Heimatländer überführt. Ebenfalls an der Wegscheide, neben dem Feriendorf der Frankfurter Schulkinder, liegt der ehemalige Lagerfriedhof Wegscheide; hier ruhen 32 Vertriebene aus deutschen Ostgebieten, die hier im Lager nach dem Krieg verstorben waren.

Die Anlage wurde in den Jahren 1966/67 neu gestaltet.

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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