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Berlin - Charlottenburg, Luisenkirchhof I

Der älteste der 3 Luisenfriedhöfe ist 1815 außerhalb der Stadtgrenzen Charlottenburgs angelegt worden, um die Bevölkerung vor vermeintlich gefährlichen mephitischen Dünsten zu schützen. Er hat frühere Begräbnisstätten ersetzt, die sich auf dem Hof der Kirche von Lützow (heute Alt Lützow) und im Bereich der heutigen Warburgzeile und Loschmidtstrasse befunden haben.

Auf Betreiben des Charlottenburger Bürgermeister Otto Ferdinant Sydow wurde der am Schloß Charlottenburg tätige Kgl. Hofgärtner George Steiner (1774-1834), der in der Berliner Gartenkunst eine führende Rolle spielte, mit der Gestaltung der Kirchofsanlage betraut.

Von der ursprünglichen, einem Landschaftsgarten ähnlichen Anlage mit großen Rondels und Ovals ist leider nicht mehr viel erhalten. Große Veränderungen hat sie durch Erweiterungen, Geländeabtretungen an das Kaiserin-Augusta-Gymnasium und an die Evangelische Schule sowie durch Schäden im Zweiten Weltkrieg erhalten.

Auf dem Luisenfriedhof I sind zahlreiche alteingesessene Charlottenburger Familien bestattet. Die Grabstätten einiger von ihnen, wie die der Familien des Werner von Siemens, sind nach einer temporären Schließung des Kirchhofs nach Stahnsdorf verlegt worden.

Eine unerwartete Berühmtheit hat der Kirchhof 1930 erlangt, als die Meisterdiebe von Berlin, die Gebrüder Franz und Erich Sass, ausgerecht hier den Millionenraub, aus der Disconto Gesellschaft in der Kleiststraße, zu verstecken suchten.

Quelle: Kirchhofsverwaltung der ev. Luisengemeinde

Bilder von Berlin - Charlottenburg, Luisenkirchhof I

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Wegbeschreibung

Guerickestr. 6-9, 10578 Berlin

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Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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