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Buchenwald, Gedenkstätte / Weimar, Gedenkstätte Buchenwald

Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar ist heute eine Gedenkstätte. Die Anlage auf dem Ettersberg wurde 1937 von den Nationalsozialisten eingerichtet. Nach dem Kriegsende war es eines der sogenannten Speziallager des sowjetischen Geheimdienstes.
Bis zu seiner ersten Auflösung im April 1945 verloren hier ca. 56.000 von einer Viertelmillion inhaftierten Menschen ihr Leben. Davon sind nur 34.375 Tote namentlich erfasst. Die im Frühjahr 1945 ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen, die hingerichteten Gestapohäftlinge und Zwangsarbeiter, die bei Evakuierungstransporten aus den Lagern des Ostens tot ankamen, und die Opfer der Evakuierungsmärsche wurden nicht namentlich erfasst. Die Anzahl der hier verstorbenen Franzosen, Polen, Russen, Ukrainern, Österreichern und Deutschen ist nicht mehr festzustellen. Die Anzahl der ermordeten Juden wird mit 11.000 angegeben.
Wieviel Tote auf dem Ettersberg ruhen, lässt sich heute nicht mehr feststellen, da anfangs auch die Toten der über 130 Außenlager in das Stammlager gebracht wurden. Ihre Asche wurde, sofern sie verbrannt wurden, nur in den ersten Jahren in Urnen an die Verwandten übersandt. Später wurde die Asche außerhalb des Ortes im Gelände verteilt, zuletzt - bis März 1945 - in einen Erdtrichter südwestlich des Lagers. Dieser Ort wurde 1993 als Grabstätte kenntlich gemacht. Nach der Stilllegung des Krematoriums im März 1945 verscharrte man die Toten in Erdsenken am Südhang des Berges. In vier Erdtrichtern liegen dort die Gebeine von etwa 2.900 Menschen. Drei dieser Trichter sind seit 1958 Bestandteil der dortigen Denkmalsanlage. Innerhalb dieser Gedenkstätte liegen auch Reihengräber von Häftlingen, die nach dem April 1945 verstorben waren, und ein Urnengrab mit 1.286 Gefäßen.

In der Zeit von 1945 bis 1950 waren 28.455 Menschen in dem sowjetischen Speziallager inhaftiert. Nach sowjetischen Unterlagen starben hier 7.113 Menschen und wurden in Massengräbern bestattet. Diese Gräberfelder werden unter Betreuung der Gedenkstätte Buchenwald und in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesverwaltungsamt als Waldfriedhöfe gestaltet.

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