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Hennef-Uckerath

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 422 Kriegstote.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch Uckerath Kampfgebiet. Allein bei dem dreiwöchigen Artilleriebeschuss vom 09. März bis 01. April 1945 fanden etwa 150 deutsche Soldaten, 50 Zivilpersonen und eine unbekannte Anzahl russischer Zwangsarbeiter den Tod.Diese Kriegstoten wurden auf dem alten Friedhof, neben einem romanischen Kirch- und Wehrturm aus dem 11. Jahrhundert, beigesetzt. Schulkinder übernahmen die Pflege der Gräber.

1954 übernahm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Ausbau und die Gestaltung der Anlage. Deutsche Gefallene aus den benachbarten Orten Adscheid, Bierth, Hanfmühle, Raveneck, Stiefen, Ruppichteroth, Dattenfeld, Rosbach, Herchen und Niederkassel wurden zugebettet. Dabei konnten in mühseliger Kleinarbeit eine Reihe von bisher unbekannten Soldaten identifiziert werden. 422 Kriegstote bekamen so in Uckerath ihre letzte Ruhestätte.

Der alte Kirchturm stand nun inmitten des Gräberfeldes und wurde zum Ehrenmal. Den unteren Teil des Turmes gestaltete man zu einer Gedenkkapelle, in der sich das Namenverzeichnis der Kriegstoten befand.Am Allerseelentag 1955 wurde die Kriegsgräberstätte eingeweiht.

Der alte Kirchturm war im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und danach mehrmals ausgebessert worden. Eine umfassende Instandsetzung begann 1968. Doch hielt der Turm den umfangreichen Reparaturarbeiten nicht mehr stand und stürzte in den Abendstunden des 5. Oktobers 1968 irreparabel in sich zusammen.Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ließ durch den Kölner Architekten Günter Hagen auf dem Grundriss des historischen Turmes und unter Einbeziehung verbliebener alter Bauelemente eine neue Kapelle, die von einer kupferbedeckten Pyramide gekrönt wird, errichten. In den durch den Künstler Hans Lünenborg, Köln, gestalteten bleiverglasten bunten Fenstern der Kapelle werden der Krieg, das wiedererstandene Leben (Phönix) und der Frieden symbolisiert.Mit dem Neubau der Kapelle erfolgte auch eine gärtnerisches Überarbeitung des Friedhofes. Die neu gestaltete Kriegsgräberstätte Uckerath wurde am 08. Oktober 1973 der Öffentlichkeit übergeben.

Bilder von Hennef-Uckerath

Kriegsgraeberstaette-1955.jpgKriegsgraeberstaette-1947.jpg

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Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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