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Herne-Wanne-Eickel-Waldfriedhof

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 1.041 Kriegstote.

390 Deutsche
651 Sonstige

Kriegsgräberstätten in Herne

Auf insgesamt 18 Kriegsgräberstätten in Herne haben 2.947 Tote der beiden Weltkriege ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die größten Anlagen befinden sich auf dem Südfriedhof, dem Waldfriedhof Wanne-Eickel und dem Ehrenfriedhof im Volksgarten Eickel.In den Gräbern ruhen Soldaten, Kriegsgefangene, Bombenopfer: Männer, Frauen und Kinder. Viele von ihnen waren Zwangsarbeiter im Dritten Reich. Aus ihrer Heimat verschleppt, mussten mehr als 30.000 Menschen aus 15 Nationen in Herne und Wanne-Eickel unter unmenschlichen Bedingungen auf Zechen oder in Betrieben arbeiten. Das größte Lager - am ehemaligen Luftschacht 7 der Hibernia AG gelegen - zählte rund 2.000 Arbeitskräfte, darunter etwa 1.600 russische Männer und Frauen, aber auch Italiener, Holländer, Belgier und Polen. Die ersten Bomben des Zweiten Weltkrieges fielen in Herne und Wanne-Eickel bereits im Juni 1940. Ihre schwersten Luftangriffe erlebten beide Städte in der zweiten Jahreshälfte 1944 und Anfang 1945. Wanne-Eickel zählte 1.074 Bombentote in der Zivilbevölkerung, Herne 371.

Auf dem Waldfriedhof der Stadt Herne, der zuvor zu Wanne-Eickel gehörte und heute auf Hertener Stadtgebiet liegt, bestehen drei Ehrenanlagen mit insgesamt 1.041 Kriegsgräbern:

  • Ehrenfriedhof für Kriegstote fremder Staaten, 651 Gräber. Hier ruhen ausländische Zwangsarbeiter und meist russische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkrieges in der Stadt arbeiteten und starben. Als häufigste Todesursache führen die Gräberlisten auf: Arbeitsunfall, Fleckentyphus, Lungentuberkulose, Bombenangriff, aber auch "Herzschwäche", "allgemeine Körperschwäche" oder "erschossen". Diese Begriffe verschleiern oft den wahren Grund des Todes: unmenschliche Behandlung.

    Viele russische Zwangsarbeiter starben im Lazarett für Kriegsgefangene, das ab Sommer 1943 in der Görresschule eingerichtet worden war. Sie wurden ebenso auf dem Waldfriedhof beerdigt wie die Familie Olichwerenko. Die Eltern und ihre sechs und zwölf Jahre alten Kinder kamen beim Bombenangriff am 9. Februar 1945 ums Leben.Auf der Anlage steht ein Mahnmal, das in russischer und deutscher Sprache an die Kriegstoten erinnert. Eine Neugestaltung der Anlage erfolgte 1995/96.


  • Ehrenfriedhof für gefallene deutsche Soldaten beider Weltkriege, 114 Gräber, Neugestaltung 1991.


  • Ehrenfriedhof für zivile Opfer des Luftkrieges, 276 Gräber, Neugestaltung 1989.

Bilder von Herne-Wanne-Eickel-Waldfriedhof

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Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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