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Karlovy Vary Karlsbad

Auf dem Stadtfriedhof in Karlsbad ruhen Tote des Ersten und Zweiten Weltkrieges, darunter Verstorbene aus den Krankenhäusern und Lazaretten, die insbesondere aus Berlin evakuiert wurden sowie zivile Kriegsopfer, die im Bereich der sogenannten Berliner Gräber bestattet wurden.
Von 1992 bis 1993 richtete der Volksbund die Gräbflächen des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie die der Berliner Gräber her.

Die Gräber des Ersten Weltkrieges erhielten eine Rasendecke, Symbolkreuzgruppen und ein kleines Hochkreuz mit Gedenktafel. Das Grabfeld mit den erkennbaren Einzelgräbern des Zweiten Weltkrieges wurden eingeebnet, die Gräber wurden durch Granitkreuze gekennzeichnet, die die Namen, Daten und Dienstgrade der Gefallenen tragen. Eine angrenzende Fläche wurde ebenfalls planiert und die dort Ruhenden auf zwei Bronzegußtafeln namentlich erfasst.

Zentrale Gedenkstätte für die Toten beider Weltkriege ist der Altan (offenes Friedhofshäuschen) mit der Gedenkinschrift in tschechischer, russischer und deutscher Sprache.

Einige Kriegsgräber im Eingangsbereich des Friedhofes wurden eingebettet und zu einer Wiese für anonyme Bestattungen umgestaltet. Die verbliebenen Gräber wurden planiert und durch Symbolkreuzgruppen gekennzeichnet. Die Namen der Toten sind in 14 Bronzegusstafeln an einem Rondell mit Hochkreuz eingelassen. Eine Gedenktafel weist auf die hier Bestatteten hin.

Der Friedhof wurde am 15. Mai 1993 eingeweiht.

Hier ruhen 2.100 Gefallene des II. Weltkrieges.

Öffnungszeiten:
April - Oktober/1. November: 7 Uhr - 19 Uhr
November - März: 8 Uhr - 18 Uhr

Bilder von Karlovy Vary Karlsbad

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Wegbeschreibung

Der Friedhof liegt im Ortsteil Drahovice, oberhalb der Stadt in der Nähe des Hotels "Slavia"; von Cheb (Eger) kommend der Straße Nr.6 (E 48) Richtung Praha folgen. Nach dem Abzweig der Straße Nr. 13 (E 442) Richtung Chomutov liegt auf der E 48 nach ca. 1 km auf der rechten Seite eine Tankstelle, direkt dahinter die Abfahrt zum Friedhof (bzw. über die Tankstelle). Hinter der Abfahrt sofort nach links abbiegen (Krokova, Liticka), vor der Sportanlage wieder nach links (Mozartova) und am Ende abermals nach links (Hrbitovni), bis zum Parkplatz oberhalb des Friedhofes auf der rechten Seite. Die "Berliner Gräber" liegen am Friedhofshauptweg auf der linken Seite. Sie sind am Rondell, Hochkreuz und den Namenstafeln erkennbar.Die Grabfelder des Ersten und Zweiten Weltkrieges, sowie der Altan (offenes Friedhofshäuschen) befinden sich am Ende dieses Hauptweges in unmittelbarer Nachbarschaft zum sowjetischen Soldatenfriedhof.

Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Tschechische Republik

Als Folge der politischen Situation in Osteuropa ist der Volksbund erst seit 1990 in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Tschechoslowakei (CSSR) offiziell tätig. In 1.635 Gemeinden der heutigen Tschechischen Republik gab es nach den Unterlagen der Deutschen Dienststelle 18.368 Gräber. Die auf dem Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei gefallenen Soldaten werden auf mindestens 178.000 geschätzt. Der Volksbund hat in den vergangenen achtzehn Jahren bereits 10 Friedhöfe ausgebaut. Dort ruhen derzeit 26.775 deutsche Kriegstote. Nach dem aktuellen Ausbau der letzten Anlage in Eger werden die Bauarbeiten in der Tschechischen Republik abgeschlossen sein. Der Schwerpunkt der Volksbundarbeit wird sich dann auf die Suche nach den Kriegstoten, ihre Bergung und Bestattung verlagern. Über die Ziviltoten (Vertreibungsopfer) ist dem Volksbund nur wenig bekannt. Seit achtzehn Jahren sucht der Volksbund nach den Gräbern und birgt die Gefallenen. Die frühere tschechoslowakische Regierung hatte zwar die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts (Genfer Rot-Kreuz-Abkommen von 1949) durch Unterzeichnung und Ratifizierung formal akzeptiert, - dennoch blieb bis zur politischen Wende die Fürsorge für deutsche Kriegsgräber fast unmöglich. Der Artikel 30 des Deutsch-Tschechoslowakischen Nachbarschaftsvertrages von 1992 enthält die Absichtserklärung beider Regierungen, die Kriegsgräber zu schützen und ihre Erfassung und Pflege zu ermöglichen. Auch die Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997 bezieht die Frage der Renovierung von Grabstätten mit ein. Nach wie vor steht der Abschluss eines bilateralen Kriegsgräberabkommens aus, welches die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Tschechien auf eine gesetzliche und damit für alle Vertragspartner (z.B. Gemeindeverwaltungen) verbindliche Grundlage stellen würde. Erste Verhandlungen wurden Anfang 2001 aufgenommen, jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Volksbund arbeitet seit 1990 mit verschiedenen tschechischen Firmen zusammen, deren Tätigkeit in enger Absprache mit dem tschechischen Außen- und Innenministerium sowie dem Verteidigungsministerium erfolgt. Eingebunden in diese Aufgabe sind die Auslandsausschüsse des Parlamentes und des Senates sowie die kommunalen Verwaltungen.

Kriegsgräberabkommen in Tschechische Republik

27.02.1992 Art. 30 des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen und Slowakischen Republik über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit (BGBI. 1992 II S. 463 ff)

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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