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Minden-Nordfriedhof Marienstraße

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 566 deutsche Kriegstote des I. und II. Weltkrieges. Darunter befinden sich 264 zivile Bürger und 302 Soldaten.

Die meisten der hier beigesetzten deutschen Soldaten, sowohl des Ersten wie auch des Zweiten Weltkrieges, sind in Lazaretten an den Folgen ihrer Verwundungen gestorben. Einige fielen noch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges beim Kampf um Minden.

Die hier beigesetzten Bürger unserer Stadt sind Opfer der Bombenangriffe.Am 29. Dezember 1943 war Minden gegen 19.00 Uhr zum ersten Mal Ziel eines Bombenangriffs, der 29 Tote forderte und Zerstörungen, insbesondere im Bereich der Kampstraße, der Pöttcherstraße und der Brüderstraße, zur Folge hatte.Der Luftangriff vom 06. November 1944, 10.45 Uhr, der vor allem Zerstörungen im Westen und Norden der Stadt verursachte, galt den Verkehrswegen Kanal und Eisenbahn. Dabei fanden 108 Einwohner den Tod. Die Marienkirche wurde beschädigt und der Westflügel des ehemaligen Marienstifts durch einen Volltreffer vernichtet.Den schwersten von insgesamt neun Großenangriffen erlebte die Stadt Minden am 28. März 1945. Bei diesem Angriff verloren 171 Menschen ihr Leben; der Dom, das St. Michael Kloster, das Rathaus sowie viele öffentliche Gebäude und Wohnhäuser der Stadt wurden zerstört oder stark beschädigt.

Die Kriegsgräberstätte auf dem Nordfriedhof in Minden ist in den Jahren 1945 und 1946 von der Stadt Minden angelegt worden. Unter Mitwirkung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde der den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmete Teil im Jahre 1975 neu gestaltet.

Ganz in der Nähe dieser Anlage befindet sich das Gräberfeld der ausländischen Opfer von Krieg und Gewalt. Dort ruhen 128 Angehörige verschiedener Nationen. Davon fanden 51 im Jahre 1976, als die Anlage neu gestaltet wurde, durch Umbettungen ihre jetzige Ruhestätte. Es ruhen dort Belgier, Niederländer, Jugoslawen, Letten, Norweger, Polen, Russen, Spanier, Tschechoslowaken und Ungarn.

Bilder von Minden-Nordfriedhof Marienstraße

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Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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