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Reimsbach, Ehrenfriedhof

Auf dieser Kriegsgräberstätte fanden insgesamt 314 Opfer des Zweiten Weltkrieges verschiedener Nationen ihre letzte Ruhe, der jüngste wurde 17 und der älteste 55 Jahre alt.
290 deutsche
7 ehem. sowjet.
17  Unbekannte
 
Der Reimsbacher Ehrenfriedhof ist ein Soldatenfriedhof, gelegen an den Ausläufern des Hunsrücker Hochwaldes im Saarland.
Er wurde als Waldfriedhof von der 95. Infanterie-Division der Deutschen Wehrmacht, die zur Sicherung der Grenze und des Westwall-Vorgeländes eingesetzt war, im Frühjahr 1940 angelegt und ist die letzte Ruhestätte von 314 Kriegsopfern verschiedener Nationalitäten aus dem Zweiten Weltkrieg. 
 
Im Vorfeld des Westwall-Feldzuges kam es im Jahre 1939 zu 5 Unglücksfällen, die erst in späteren Jahren zugebettet wurden.
 
Die Mehrzahl der Angehörigen der 95. ID, etwa 126, sind beim Angriff auf die Maginotlinie am 13.05.1940 und den nachfolgenden Tagen zwischen Beckingen/Saar und Merzig/Saar jenseits der Grenze auf französischem Boden gefallen.
 
Auch im Winter 1944/45 wurden 183 Soldaten verschiedener ID hier begraben, die während der alliierten Offensive am Orscholz-Riegel und am Westwall ums Leben kamen.
Mitte der fünfziger Jahre fanden Zu- und Umbettungen statt, die ende der fünfziger Jahre abgeschlossen wurden.
 
Während des Krieges kümmerten sich die Reimsbacher Familien um die Grabpflege. Nach Kriegsende übertrug das saarländische Innenministerium die Pflege des Friedhofes der damals selbständigen Gemeinde Reimsbach. Später nahm wieder die Landesregierung die Anlage in ihre Obhut.
 
Die heutige bauliche Form erhielt die Anlage im Jahr 1950. Auf einer Parzelle von etwa 6800 m² befinden sich ein Gräberfeld sowie ein Vorhof, die räumlich voneinander getrennt sind.
 
Im Vorhof befindet eine Bronzestatue des saarländischen Bildhauers Oswald Hiery aus Wallerfangen-Ihn, die im Jahre 1977 vom damaligen saarländischen Innenminister 1977 enthüllt wurde.
In realistischer Darstellung zeigt sein Werk zwei Männer, die einen tödlich Getroffenen schleppen, als Symbol der Hilflosigkeit des Menschen im gewaltsam erlittenen Tode. Der Helm, den einer der drei nackten trägt, soll als klassisches Symbol für den Krieg auf Kampf und Zerstörung, Sieg und Niederlage hindeuten.
 
Im Gräberfeld befinden sich links und rechts entlang des Hauptweges 19 Gräberreihen in alphabetischer Order. Die einzelnen Gräber sind durch Bronzekreuze mit Namensangaben gekennzeichnet.
Der zentrale Punkt des Gräberfeldes liegt am Ende des Hauptweges, ein Sandsteinaltar mit Sandstein-Hochkreuz und Denkmal Tafel mit der Gedenkinschrift
HEIMATERDE BIRGT EUCH IHR TOTEN
IN DER WEITE DES OSTENS RUHEN EURE BRÜDER
GOTTES ERDE IST ÜBERALL
 
Jährliche Gedenkfeiern seit 1941 sind bis zum heutigen Tag Tradition der Reimsbacher Gemeinde und finden nach dem Kriege am Buß- und Bettag statt, zum Gedenken und Ehren aller gefallenen Soldaten. 

Aufnahmen: Siegfried Kräker

Bilder von Reimsbach, Ehrenfriedhof

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Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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