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Rühen, Ev.- luth. Friedhof

Auf diesem Friedhof unmittelbar an der B 244 am Ortsausgang ruhen in einem gepflegten großen Sammelgrab in Friedhofsmitte am Hauptweg - nach den uns vorliegenden Informationen - etwa 100 - 365 Tote der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Es sind Säuglinge und Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der ehem. Sowjetunion, die im Zeitraum Juni 1944 - April 1945 in der sog. Ausländerkinder-Pflegestätte Rühen in erschreckender Anzahl an bewusster Vernachlässigung, Krankheit, Mangelernährung und schlechten hygienischen Verhältnissen sterben mussten.

Nur ein Gedenkstein auf dem Gräberfeld erinnert an ihr Schicksal. Eine Geschichts- & Erinnerungstafel, die die Hintergründe dieses Massensterbens aufzeigt, ist im Jahr 2016 auf diesem Friedhof aufgestellt worden.

Fotos: Volker Fleig 2015

Bilder von Rühen, Ev.- luth. Friedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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