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Saarbrücken, Hauptfriedhof

In Saarbrücken ruhen auf Friedhöfen in den verschiedenen Stadtteilen 3.316 Soldaten, KZ- und Bombenopfer sowie ausländische Kriegstote des 1. und 2. Weltkrieges und 560 Tote aus dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Nach den schweren Kämpfen um die Spicherer Höhen im August 1870 suchte die Stadtverwaltung Saarbrücken eine Begräbnisstätte für die dort gefallenen deutschen und französischen Soldaten und kaufte für 400 Taler ein drei Morgen großes Gelände - das Mockental.

Auf Vorschlag der Bevölkerung wurde dieses Gräberfeld Ehrental genannt.

Den städtischen Verwaltungen ist es in den Kriegsjahren 1870/71 nicht leichtgefallen, für die Bestattung der Toten und für ihre Gräber zu sorgen. Unterstützung fand sie durch ein Bürgerkomitee und durch Spenden aus der Bevölkerung. Bereits wenige Tage nach der Schlacht von Spichern begann die Stadtverwaltung damit, Grabnachforschungen anzustellen und Angehörigennachfragen zu beantworten, sowohl aus Deutschland wie auch aus Frankreich. Da damals nur in Ausnahmefällen Namen und Grablagen von Gefallenen festgehalten wurden, gelang es aber nicht, die genaue Zahl der hier beerdigten Toten festzustellen; nur ein geringer Teil konnte identifiziert werden. Viele Gräber tragen Grabzeichen, die von Angehörigen aufgestellt wurden.

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Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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