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Sonsbeck-Kriegsgräberstädte

Laut den uns vorliegenden Informationen ruhen auf dieser KriegsgräberstätteKriegstote gesamt: 348Kriegstote 2. WK: 348Davon aus ... - Deutschland: 330 - ehem. sowjet Union: 4 - Polen: 12 - Sonstige: 1

Kriegsgräberstätte Sonsbeck

Hier auf der Kriegsgräberstätte Sonsbeck am katholischen Friedhof ruhen 348 deutsche, polnische und sowjetische Tote des Zweiten Weltkrieges. Sie fielen im Kampf um Sonsbeck oder beim alliierten Rheinübergang westlich von Wesel. Einige Verletzte der Kämpfe im Grenzgebiet zu Holland sind im Frontlazarett gestorben und ebenso beigesetzt worden.

Mitte Februar 1945 begannen am Niederrhein die schweren Kämpfe, die die Endphase des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden einleiteten. So kam es auch zu einer Panzerschlacht nördlich von Sonsbeck. Die Städte und Dörfer am Niederrhein wurden wie die in der Eifel zum Kriegsschauplatz und bis zu 85 % zerstört.

Am Freitag, dem 23. März 1945, begann mit starkem Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen der Rheinübergang bei Rees und Wesel. In den frühen Morgenstunden des Samstags nahm die so genannte Operation "Plunder" (Plünderung) der Alliierten mit einer Luftlandung von ca. 14.000 Soldaten im Raum Wesel - Hamminkeln - Loikum - Mehrhoog ihren Lauf. Nachdem die Alliierten - vornehmlich Kanadier und Briten, aber auch Amerikaner - den Brückenkopf zwischen Rees und Wesel gefestigt und ausgebaut hatten, begann der Vorstoß ins Münsterland und die Bildung des "Ruhrkessels".Am Ende des Krieges bot der Niederrhein ein Bild des Schreckens: völlig zerbombte, zerschossene und verlassene Städte und Dörfer, verwüstete Felder und Wiesen und überall getötete Menschen, viele unbeerdigt am Rande von Straßen und Wegen, in Wald und Flur.

Ende 1945 / Anfang 1946 begann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Nordrhein-Westfalen, in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sonsbeck und der katholischen Kirchengemeinde, die Kriegsgräberstätte anzulegen. 1953 betraute der Volksbund Gartenbaudirektor Arnold Noéll aus Krefeld mit der endgültigen Gestaltung der Kriegsgräberstätte.

Bereits während des Krieges wurden durch die Truppe Beisetzungen vorgenommen. Diese Gräber sind dann auf der Kriegsgräberstätte Sonsbeck zusammengefasst worden. Zur Feststellung der tatsächlichen Belegungszahl und möglichen Identifizierung der unbekannten Toten wurden 1954 umfangreiche Graböffnungen vorgenommen. Viele Tote bekamen ihren Namen zurück. Viele Gefallene blieben jedoch unbekannt und sind in 165 Gräbern auf der Ehrenanlage in Sonsbeck beigesetzt.

Die Gräber sind durch Kreuze aus Ruhrsandstein mit den Daten der Gefallenen gekennzeichnet. Hinter den Kreuzen steht als Ehrenmal eine aus Sandstein gehauene Figur des heiligen Michael, die sich über den von ihm getöteten Drachen erhebt. Die Figur konnte als Teil des Ehrenmals, das der Sonsbecker Kriegsveteranenvereins in den zwanziger Jahren bauen ließ und das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, geborgen und restauriert werden.Um ein bepflanztes Karree vor dem Ehrenmal sind Tafeln mit den Namen der 180 Gefallenen des Ersten und 131 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges der Gemeinde Sonsbeck aufgebracht, deren Gräber anderswo sind.

Die Kriegsgräberstätte Sonsbeck wurde nach langwierigen Arbeiten am 21. November 1956 (Buß- und Bettag) durch Regierungspräsident Kurt Baurichter, Düsseldorf, eingeweiht und in die Obhut von Bürgermeister Knoor und Gemeindedirektor Rosshoff gegeben. Die kirchliche Weihe übernahmen Domkapitular Janssen aus Wesel und Pfarrer Braun aus Sonsbeck.

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Von diesem Friedhof ist noch kein Bildmaterial vorhanden.

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Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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