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Tarabya

Unmittelbar am hügeligen Ufer des Bosporus, bei Tarabya, haben während der beiden Weltkriege gefallene oder in Lazaretten verstorbene deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Bereits im Jahre 1915 hatte der damalige Kaiser, Wilhelm II., die Errichtung eines deutschen Soldatenfriedhofes in Tarabya beschlossen. Die Arbeiten an der Ehrenstätte wurden 1918 im Zusammenhang mit der Ausweisung der Deutschen aus der Türkei unterbrochen. Sie konnten erst Jahre später - seit 1926 auch mit Unterstützung des Volksbundes - weitergeführt werden.
Der Friedhof wurde innerhalb des 17 Hektar großen Parks in drei Terrassen angelegt.
Auf der unteren Terrasse, von der man einen herrlichen Ausblick auf den Bosporus hat, liegt ein Gemeinschaftsgrab mit 124 bekannten und fünf unbekannten deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges. Sie starben bei den Kampfhandlungen auf der Krim und im Kaukasus. Weiße Namensteine aus Marmor kennzeichnen die Gräber.

Auf der mittleren und oberen Terrasse ruhen in Einzel- und Reihengräbern 393 deutsche Soldaten, die während des Ersten Weltkrieges bei den Kämpfen um die Dardanellen, in Kleinasien, Mesopotamien (Irak) und in Persien gefallen oder in Lazaretten ihren Verwundungen erlegen sind. Unter ihnen sind auch die Toten der "Breslau", des deutschen Kleinen Kreuzers, der 1914 von der Türkei angekauft und den Namen Midilli erhielt und mit deutsch-türkischer Mannschaft am 20.01.1918 nach mehreren Minentreffern gesunken ist.
1936 wurden die Toten der Kämpfe um die Dardanellen auf den Friedhof Tarabya umgebettet; 1958 konnten weitere 129 Kriegstote, die bis dahin an der Schwarzmeerküste bestattet waren, auf Tarabya ihre letzte Ruhestätte finden.
Da nach 1979 auch die deutschen Kriegsgräber in Ferikoy und Camalan nicht mehr auf Dauer als gesichert erschienen, entschloss sich der Volksbund, den Soldatenfriedhof Tarabya als zentrale Kriegsgräberstätte für die Türkei auszubauen und zu erweitern. Im Rahmen dieser Arbeiten konnten weitere 220 Kriegstote aus verschiedenen Grablageorten in der Türkei nach Tarabya umgebettet werden.
Die Einweihung der Anlage fand am 14. November 1982 statt.
Hier ruhen heute 505 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges und 172 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges.

Bilder von Tarabya

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Wegbeschreibung

Anschrift der Kriegsgräberstätte: Almanya Büyükelcilik Sefarethanesi, Tarabya, Yaniköy Cad. No. 88, 34457 Sariyer-Istanbul, Türkiye/Türkei. Pforte Tel.: 0090 212 299 2661 (in der Regel nur türkischsprachig) + Verwalterbüro Tel.: 0090 212 299 7481 + Hinweis einer Besucherin des Friedhofes: Wir haben auf dem Hinweg das Boot von der Landestelle Beiktas nach Sariyer genommen und sind dann mit dem Bus 25 E bis zur Sommerresidenz in Tarabya zurückgefahren. Auf dem Rückweg haben wir einen städtischen Minibus angehalten, der uns zur Metro 2 - Haltestelle Haciosman - gebracht hat, von der aus man den Taksim-Platz erreicht. Der Besuch ist nur über eine Anmeldung beim Deutschen Generalkonsulat in Istanbul möglich.

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Landesinformation für Türkei

Unmittelbar am hügeligen Ufer des Bosporus bei Tarabya haben die während der beiden Weltkriege in der Türkei gefallenen oder in Lazaretten verstorbenen deutschen Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden. 1981 hat der Volksbund den Soldatenfriedhof in Tarabya erweitert und alle bisher in verschiedenen Orten der Türkei bestatteten Kriegstoten zugebettet. Die Einweihung erfolgte am 14.11.1982

Kriegsgräberabkommen in Türkei

Es existiert kein Kriegsgräberabkommen. Fragen der Gräberfürsorge werden geregelt mit: Verbalnote vom 21.04.1980;

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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