VOLKSBUND FORUM 27

Frieden braucht Mut: 100 Jahre Volksbund

"Kriege brechen nicht aus, sie werden gemacht. Sie können entstehen auf einer Basis von Feindbildern, Fremdenfeindlichkeit und autoritären Denkweisen. Wer diese Gemengelage verhindern will, muss dafür sorgen, dass die Menschen sich für Frieden und Demokratie engagieren."

Zum Auftakt des großen Jubiläumsjahres "100 Jahre Volksbund" sprach Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan ein zentrales Thema an, welches 2019 immer stärker in den Vordergrund drängen sollte. Nicht nur beim Auftakt der Feierlichkeiten in Kassel, die ihren Höhepunkt mit dem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fanden, auch bei der offiziellen Gedenkstunde im Deutschen Bundestag warnte Wolfgang Schneiderhan vor Hass und Hetze, mahnte zu Versöhnung und mehr Miteinander.

"Frieden braucht Mut" lautete das Motto dieses Jubiläumsjahres, das auch die Landesverbände am 16. Dezember 2019, dem Jahrestag der Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, mit Feierstunden und Gedenkreden begingen.

Der Volkstrauertag 2019 stand vielerorts in Deutschland und bei unseren europäischen Nachbarn im Zeichen der Erinnerung an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Rafal Dutkiewicz, Festredner der offiziellen Feierstunde im Deutschen Bundestag und ehemaliger Stadtpräsident von Breslau, unterstrich vor dem Hintergrund des Überfalls der Wehrmacht auf Polen die heutige Bedeutung des deutsch-polnischen Verhältnisses. Währenddessen machte Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, bei der Erinnerung an den Holocaust auf dem jüdischen Friedhof Weißensee deutlich, dass niemand die Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland unterschätzen dürfe.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. arbeitet in Europa auf den Kriegsgräberstätten und an den Hauptschauplätzen beider Weltkriege. Die endlosen Reihen der Soldatengräber aus vielen Ländern weisen unmissverständlich auf die Folgen nationalistischer Irrwege und mahnen uns zur Versöhnung. Der Volksbund sorgt dafür, dass sie als Zeugnisse dieser Abwege erhalten bleiben. Sie schafft Raum für Begegnung. Sie fördert gemeinsame Erinnerung an gemeinsam geteilte Geschichte. Diese Arbeit ist Arbeit für den Frieden. Und dieser Frieden braucht Mut!

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