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75 Jahre nach dem Atombombenabwurf: Gedenken an damals – und Risiken heute
Lebhafte Online-Diskussion am Hiroshima-Gedenktag
05. August 2020

Vor 75 Jahren, am 6. August 1945, warfen amerikanische Piloten die erste Atombombe mit dem höhnischen Namen „Little Boy“ auf die japanische Stadt Hiroshima. 140.000 Menschen kamen ums Leben  unmittelbar oder durch die Folgen von Verletzungen und Strahlenschäden. Drei Tage später warfen US-Piloten die zweite Bombe „Fat Man“ auf Nagasaki ab. Dort starben weitere 70.000 bis 80.000 Menschen.

Japan kapitulierte in den Folgewochen, der Zweite Weltkrieg war zu Ende. Aber – wurde die Bombe abgeworfen, um den Krieg schnell zu beenden, wie US-Präsident Truman behauptete und dass dies hunderttausenden amerikanischen und japanischen Soldaten den Tod erspart hätte? Ging es um eine Machtdemonstration gegen der Sowjetunion, wollte man die Wirkung der „neuen Waffe“ einfach testen? Die Atombombe hat die Welt verändert. 

Wie gehen wir heute mit der atomaren Bedrohung um? Können wir sie minimieren? Ist die nukleare Gefahr in Zeiten von Corona und Klimawandel überhaupt im Bewusstsein? 

Wir beschäftigen uns mit diesem Thema in einer Online-Diskussion am 6. August (dem Hiroshima-Tag). Mit der japanischen Wissenschaftlerin Prof. Dr. Luli van der Does-Ishikawa vom Center for Peace der Hiroshima University, und dem deutschen Diplomaten Dr. Jasper Wieck, dem Bevollmächtigten des Auswärtigen Amtes für Ost- und Südostasien sowie den Pazifik, haben wir zu dem Thema schon interessante Interviews aufgenommen, die wir einspielen werden. Der Japanologe und Historiker Prof. Dr. Florian Coulmas wird live zugeschaltet sein. Dazu gibt es zwei kurze Filmausschnitte über den Bombenabwurf sowie aus dem Stanley Kubrick-Film „Dr. Strangelove“ (auf Deutsch: „Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“).

Einschalten lohnt sich. Die Diskussion läuft auf Zoom, kann aber auch über Facebook und unsere Website verfolgt werden. Die Diskussion wird auf Englisch geführt. 

Es diskutieren:
Dr. Luli van der Does, Professorin am “Center for Peace”, Graduate School of Humanities and Social Sciences Hiroshima University (Japan)
Prof. Dr. Florian Coulmas, Professor für Kultur und Geschichte des modernen Japans, Institut für Ostasiatische Studien, Universität Duisburg-Essen
Dr. Jasper Wieck, Bevollmächtigter des Auswärtigen Amtes für Ost- und Südostasien sowie den Pazifik

Moderator:
Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, Koordinator PEACE LINE; Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Wann:  6. August 2020, 18 Uhr
Wo:   Zoom: us02web.zoom.us/j/86946584617 oder
Facebook: https://www.facebook.com/events/304302737671872/

Die Diskussion ist abrufbar unter:

 https://www.facebook.com/watch/?v=584597242222406

Diane Tempel-Bornett
Pressesprecherin
+49 (0) 561-7009-139