Aktion
An den Volksbund...
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13. August 2020

In loser Folge veröffentlichen wir Schreiben, die den Volksbund aus den unterschiedlichsten Kreisen und auf verschiedenen Kanälen erreichen. Egal, ob Sie Mitglied, Spenderin oder Spender oder dem Volksbund einfach nur zugeneigt sind  wir freuen uns über Ihre Worte!


Kontakt

 

Eva-Maria Abdel-Rahman schreibt uns:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Volksbundes!

Mit besonders großem Interesse habe ich den Bericht über die Reise von Fritz Wepper zur Gedenkstätte seines Vaters gelesen (FRIEDEN, 2/2019 - Anm. d. Red.). Nun - dieser Ort ist ja gut erreichbar. Ich möchte Ihnen kurz schildern, wie es mir ergangen ist, als ich mutterseelenalleine zur Ruhestätte meines Vaters (an den ich keinerlei Erinnerung habe) nach Baku geflogen bin. Mein Vater war Hubert Lachotta.

Dank Ihrer Hilfe betreute mich Dr. Bagirow. Ich hatte schon Angst, dass er nicht ins Hotel kommt, doch er kam pünktlich mit seiner Tochter. Er brachte mich mehrmals zur Ruhestätte. So etwas hatte ich nicht erwartet! Es war ein richtiger Friedhof mit Grabsteinen. Ich denke noch täglich daran.  Auch waren die Hütten da, in denen die Gefangenen gelebt haben. Dr. B. hat sich (...) toll um mich gekümmert. Er hat mit mir eine Rundfahrt mit dem Schiff gemacht und mich mit zu seiner Familie genommen. All dieses war das schönste Erlebnis meines Lebens! Ich möchte es noch einmal machen, aber ich bin 81 und nicht mehr fit genug

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre weltweite Fürsorge und den unermüdlichen Einsatz und bin
mit herzlichen Grüssen aus München,

Ihre Eva-Maria Abdel-Rahman

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Jutta Schneider schreibt uns:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor mir liegt die Fördererkarte 2020 meines Vaters Albert Wocher. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass mein Vater (geb. 2.5.1928) am 28.3.2020 gestorben ist.

Er war jahrzehntelang Mitglied beim Volksbund, Spender und hat viele Jahre Haussammlungen in seiner Gemeinde für den Volksbund durchgeführt. In seinen Unterlagen finden sich noch Listen und eine Gesamtaufstellung der Einnahmen der Haussammlungen aus den Jahren 1980-2002 mit einer großen Gesamtsumme!

Sein Engagement für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge war wirklich beachtlich und mit Sicherheit darauf zurückzuführen, dass er zwei Tage vor seinem 17. Geburtstag, also am 30.4.1945, in französische Kriegsgefangenschaft geraten und nach Südwest-Frankreich gebracht worden war.

Er blieb insgesamt drei Jahre in Frankreich (ein Jahr als Freiarbeiter). Er hat überlebt und war zeitlebens dankbar dafür; wieviele hatten nicht dieses Glück... Ein gleichaltriger Kamerad aus seiner Gemeinde ist im November 1945 im Lager in Frankreich gestorben. Und gerade jetzt  nach 75 Jahren Ende des Zweiten Weltkrieges  erinnern wir uns an all das Schreckliche, das passiert ist.

Und dennoch: Mein Vater hatte das Glück, in Frankreich Menschen kennenzulernen, die zum Teil  auch trotz schlimmer Erfahrungen als Kriegsgefangene in Deutschland  an Versöhnung dachten und bereit waren zu freundschaftlicher, menschlicher Verbundenheit! Diese Freundschaften haben sein Leben bereichert  auch meines, da ich seit fast 40 Jahren auch mit diesen Freunden in Frankreich verbunden bin (und war einige sind schon gestorben).

Durch meinen Vater bin ich seit vielen Jahren Mitglied im Volksbund.

Alles Gute und freundliche Grüße
Jutta Schneider