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Angehörige am Grab des Großvaters
Durch Recherche des Urenkels machte Familie Grab auf dem Puchheimer Soldatenfriedhof ausfindig.
09. Oktober 2019
  • Oberbayern

Bei strömendem Regen besuchte Familie Kalmykow aus Nischni Nowgorod im August das Grab ihres Großvaters und Urgroßvaters auf dem Soldatenfriedhof in Puchheim. Grigori Kalmykow war als russischer Kriegsgefangener am 11. Dezember 1918 im Kriegsgefangenenlager Puchheim an Grippe verstorben. Er hinterließ eine Frau und fünf Kinder, die lediglich wussten, dass er 1915 in Gefangenschaft geraten war. Erst aufgrund von Recherchen seines Urenkels und mit Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfuhr die Familie in diesem Jahr, dass ihr Vorfahre in Puchheim beerdigt ist. Sie organisierte daraufhin einen Besuch in Puchheim.

In Anwesenheit von Jörg Raab vom Volksbund gedachten fünf Familienmitglieder in einer religiösen Zeremonie des Verstorbenen. Der Lokalhistoriker Erich Hage überreichte der Familie eine Kopie des Schreibens, in dem die Lagerleitung den Tod von Grigori Kalmykow bestätigt. Abschließend bedankte sich der Urenkel Ivan Kalmykow im Namen der ganzen Familie bei den Einwohnern von Puchheim für die Erhaltung und die Pflege der Gräber der russischen Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg.