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Bauarbeiten im Hochgebirge gut koordiniert
Volksbund-Pläne für die Kriegsgräberstätte Pordoi in den Dolomiten
27. Juli 2020

Schon vom weitem ist die monumentale, 13,5 Meter hohe Krypta sichtbar, in der 9.431 Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges zur letzten Ruhe gebettet sind. Eine 680 Meter lange Straße führt Besucher zu diesem beeindruckenden Bauwerk - mitten im italienischen Teil der Dolomiten. Die deutsche Kriegsgräberstätte Pordoi liegt 2.239 Meter über dem Meeresspiegel.

Doch die Zufahrt ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt: Im Winter war der Untergrund auf einer Länge von 35 Metern derart stark unterspült und ausgewaschen, dass das Teilstück an der Hangseite wegbrach.
Um weitere Bruchstellen zu vermeiden und die Straße wieder für Besucher freizugeben, war schnelles Handeln geplant. Doch der Corona-Ausbruch machte die Instandsetzung gleich zu Beginn dieses Frühjahrs unmöglich. Jetzt drängt die Zeit, weil Bauarbeiten in so großer Höhe wegen der Witterung nur bedingt möglich sind.

Große Felsbrocken als Provisorium
Als erste Maßnahme wurde die Bruchstelle mit Unterstützung der Firma Pordoi S.P.A provisorisch mit großen Felsbrocken unterfangen, was ein weiteres Wegrutschen der Straße verhinderte.  Diese Arbeiten übernahm die Firma kostenfrei - „dafür danken wir besonders Giavomo Crepaz, dem Präsidenten des Verwaltungsrats, und dem Direktor Giantpaolo Soratroi“, sagt Siegfried Grund, Leiter des Volksbund-Referats Pflege. Die Instandsetzung der Straße steht noch an.

Neben den vom Volksbund beauftragten Instandsetzungsarbeiten an der Zufahrt sind der Ausbau der Liftstation gegenüber des Verwalter-Wohnhauses und der Bau eines Wasserreservoirs unterhalb der Krypta in Arbeit. Hierfür ist das Zeitfenster auf Juni bis Oktober begrenzt. „Danach gibt’s wieder Frost und Schnee, sind Bautätigkeiten nicht mehr möglich“, so Siegfried Grund.

Ortstermin in rund 2.240 Metern Höhe
Vor Ort traf sich der Referatsleiter am 21. Juli mit Markus Nägel (Verwalter der Kriegsgräberstätte Pordoi) und Nancy Menegoni aus der Volksbund-Geschäftsstelle Pomezia sowie mit Vertretern der beteiligten Firmen. Das Ziel: die Arbeiten so zu koordinieren, dass trotz des „Nadelöhrs Zufahrtsstraße“ alle ihre Aufträge noch zeitnah erledigen können. Geplant ist jetzt, dass die Firma Geobau am 14. September mit den Instandsetzungs-Arbeiten an der Zufahrtsstraße beginnt und sie vor Beginn der Wintersaison abschließt.

„Für Einschränkungen während der Bautätigkeit bitten wir schon jetzt um Verständnis“, sagt Siegfried Grund abschließend.