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Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz: 39. Kontaktlehrerseminar als Studientag in Niederbronn-les-bains/Frankreich
23. September 2019
  • Rheinland-Pfalz

Bereits zum 39. Mal fand das vom Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz organisierte Seminar für Kontaktlehrerinnen und Kontaktlehrer des Volksbundes statt. Das vom Pädagogischen Landesinstitut als Fortbildung anerkannte Seminar hat eine lange Tradition im Bezirksverband und steht allen interessierten Lehrerinnen und Lehrern aus dem Bereich Rheinhessen-Pfalz offen.

In diesem Jahr fand die Fortbildung als Studientag in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte (JBS) des Volksbundes in Niederbronn im Elsass am 4. September statt. Das volksbundeigene Haus feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und wurde modernisiert und erweitert. Darüber hinaus befindet sich dort auch die Kriegsgräberstätte von Niederbronn mit über 15.000 Gefallenen.

https://www.volksbund.de/jugend-bildung/js-jbs/js-jbsniederbronn.html

https://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/niederbronn-les-bains.html

Das Thema der Fortbildung lautete: „Ort(e) europäischer Verständigung und des Gedenkens: (Wie) gelingt Friedenserziehung in der Schule?“

Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer der verschiedenen Schularten konnten sich zu diesem Themenkomplex umfassend informieren und praktische Hinweis für den Unterricht mitnehmen, welche Projektmöglichkeiten vor Ort in der JBS bestehen und wie das Thema Friedenserziehung in der Schule umgesetzt werden kann.

Nach der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Vorsitzenden des Bezirksverbandes Rheinhessen-Pfalz, Landrat Clemens Körner, stellte Bernard Klein, Leiter der JBS Niederbronn, das Haus näher vor. Im Anschluss folgte eine Führung durch die Ausstellung am Friedhof, in der Einzelschicksale von Gefallenen, die auf der Kriegsgräberstätte ruhen, näher beleuchtet werden sowie eine Führung über den Friedhof selbst.

In einem Vortrag mit anschließender Diskussion, referierte Bernard Klein über aktuelle Gedenkanlässe in Europa, mit einer Betrachtung des Ersten Weltkrieges und des Versailler Vertrages.

Ehrungen für Schulen und Lehrkräfte

Zum Ende der Veranstaltung wurden erneut Schulen für besonders gute Ergebnisse bei den Schulsammlungen oder langjährige Tätigkeiten als Kontaktlehrer oder Kontaktlehrerin geehrt. Insgesamt erhielten 13 Schulen eine Urkunde für das beste Sammelergebnis im letzten Jahr. Zehn Schulen bekamen eine Ehrung für langjährige Schulspende, zwei Schulen davon sammeln bereits seit 45 Jahren für den Volksbund: Das Nikolaus-von-Weiß Gymnasium in Speyer und das Gauß-Gymnasium in Worms. Für die langjährige Tätigkeit als Kontaktperson für den Volksbund konnten vier Personen ausgezeichnet werden, darunter Peter Henky von der Grundschule Sauertal für seine 25jährige Tätigkeit als Kontaktlehrer. Zum Dank erhielten die Lehrerinnen und Lehrer von Frau Dr. Irmtraud Heym, der stellv. Bezirksvorsitzenden und Herrn Schulrat Andreas Hüther vom Referat Grundschulen bei der ADD-Außenstelle Schulaufsicht in Neustadt eine Dankesurkunde überreicht. Herr Hüther übermittelte dabei auch die Grüße des ADD-Präsidenten Thomas Linnertz und bedankte sich ausdrücklich bei den Lehrkräften für ihr Engagement im Bereich der Gewaltprävention und Friedenserziehung an den jeweiligen Schulen und betonte die besondere Bedeutung der Arbeit des Volksbundes.

Die Veranstaltung wurde sowohl von der Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes als auch vom Ministerium für Bildung in Mainz und der Stiftung der ehemaligen Kreis- und Stadtsparkasse Speyer finanziell gefördert. UJ

(Fotos: Volksbund)

Die Kriegsgräberstätte von Niederbronn: über 15.000 Gefallene haben hier ihre letzte
Ruhestätte gefunden. Eingeweiht wurde der Friedhof am 1. Oktober 1966
Bernard Klein, Leiter der JBS Niederbronn erklärt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars die Ausstellung mit Einzelschicksalen von Gefallenen, die auf dem Friedhof bestattet liegen sowie die Kriegsgräberstätte selbst
Clemens Körner (r.), Vorsitzender des Bezirksverbandes Rheinhessen-Pfalz gemeinsam mit dem Leiter der JBS Niederbronn Bernard Klein
Schulrat Andreas Hüther von der ADD-Schulaufsicht, Außenstelle Neustadt (l.) zusammen mit dem Geschäftsführer des Bezirksverbandes Ulrich Johann (r.) und Bernard Klein: In den Händen hält er eine Baumscheibe einer Eiche, an der die Spuren der Jahre insbesondere die des Krieges an den Jahresringen gut zu erkennen sind.