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Der Volkstrauertag in Magdeburg
05. Dezember 2018
  • Sachsen-Anhalt

Wenn wir Europa nicht hätten, müssten wir es erfinden. Da wir es bereits haben, müssen wir es weiterentwickeln.

Mit diesen Worten appellierte Herr Dr. Wolfgang Gerhard in seiner Gedenkrede zum diesjährigen Volkstrauertag am 18.11.2018, im Landtag Magdeburg, für ein friedvolles Miteinander und ein Starkmachen für den Gedanken der Europäischen Union.

Begrüßt wurden die Anwesenden im Plenarsaal des Landtages durch Landtagspräsidentin Frau Gabriele Brakebusch. Der Landesvorsitzende des Volksbundes, Herr Dieter Steinecke, erinnerte anlässlich 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg einer Zeit, in der nationalistisches Denken in Europa dominierte. Ähnliche Entwicklungen beobachte er auch in der Gegenwart und mahnte mit dem Blick auf die Geschichte, sich an der unsäglichen Folgen solcher Einstellungen bewusst zu machen.

Die musikalische Untermalung der Veranstaltung geschah durch den Vokalkreis des Telemann-Konservatoriums unter der Leitung von Lothar Hennig sowie einem Flötistinnen-Trio des Telemann-Konservatoriums.

Die ehrenamtlichen des Jugendarbeitskreises des Volksbunds trugen das Gedicht „An die Soldaten des großen Krieges“ von dem an der Westfront gefallenen Gerrit Engelke vor.

Das Totengedenken wurde von der Landtagspräsidentin verlesen.

Im Anschluss besuchten die Anwesenden die Kranzniederlegung auf dem Gräberfeld gefallener Soldaten des Ersten Weltkriegs, auf dem Magdeburger Westfriedhof. Herr Steinecke erinnerte in seiner Ansprache den knapp 270 Kriegstoten aus dem Ersten Weltkrieg, damit auch 100 Jahre später die Erinnerung an die Geschichte erhalten bleibt.

Neben einer Baumspende für den Westfriedhof, initiierte der Volksbund eine besondere Geste des Gedenkens an die Kriegstoten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Ehrenamtlichen des Landesverbands steckten für jeden der Toten ein Holzkreuz, welche im Vorfeld von Schülern des Hegelgymnasiums beschriftet wurden.