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Erfolgreiche Sammlung des Volksbundes in Salzgitter
Oberbürgermeister Frank Klingebiel lobt das Engagement der beteiligten Schülerinnen und Schüler
20. Mai 2019
  • Braunschweig

Zum Abschluss der Haus- und Straßensammlung hat Oberbürgermeister Frank Klingebiel Schülerinnen und Schüler eingeladen, um ihnen für das Engagement zu danken. Immerhin haben sie mehr als 3.300 Euro gesammelt.

In seiner Begrüßung betonte Oberbürgermeister Frank Klingebiel, wie wichtig Spenden für die Arbeit des Volksbundes sind und sagte: „Ihr leistet damit einen Riesenbeitrag zur Pflege der rund 2,7 Millionen Kriegsgräber, die der Volksbund betreut. Viel wichtiger noch: Ihr haltet damit die Erinnerungskultur wach, indem Ihr mit den Menschen auf der Straße und an den Haustüren über das Thema gesprochen habt. Herzlichen Dank für Euren tollen Einsatz!“

Beim Gespräch waren Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der IGS Salzgitter in Begleitung ihrer Lehrerin Julia Bastian und Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5. bis 9. der Realschule Gebhardshagen mit dem Lehrer Peter Lippke anwesend. Auch Frau Elisabeth Hadamitzky, Geschichts- du Französischlehrerin am Gymnasium Salzgitter-Bad, nahm mit einem Schüler am Gespräch teil.

In der Diskussion sprachen die Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen bei der Sammlung. Leni, eine Schülerin vom Gymnasium Salzgitter-Bad, erinnerte sich, dass sich viele Passanten über das Engagement der Jugendlichen freuten.

Der Bildungsreferent im Bezirksverband Braunschweig, Dr. Rainer Bendick, nahm das Gespräch zum Anlass, die schulische und außerschulische Bildungsarbeit des Volksbunds vorzustellen. Auch dafür werden die Spenden der Haus- und Straßensammlung verwendet. So werden die IGS Salzgitter und das Gymnasium Salzgitter-Bad im nächsten Schuljahr Geschichts- und Erinnerungstafeln für den Alten Friedhof Lebenstedt und den Friedhof Westerholtz erarbeiten. Zu den außerschulischen Bildungsangeboten gehören die Work-Camps. Von Frankreich bis Russland, von Dänemark bis Italien werden in diesem Sommer 36 Camps organisiert. Hier kommen Jugendliche aus allen europäischen Ländern zusammen. Sie pflegen nicht nur die Gräber der großen Kriegsgräberstätten, sie setzten sich auch mit den unterschiedlichen Erinnerungskulturen auseinander und vor allem verbringen sie viel Freizeit miteinander. So lernen junge Europäer sich kennen und nationale Klischees und Stereotypen zu relativieren.

Die Camps sind der beste Ausdruck des Mottos, dem der Volksbund sich verpflichtet fühlt: „Gemeinsam für den Frieden“. Allein, ohne den Einsatz der Sammlerinnen und Sammler, die die nötigen finanziellen Ressourcen beschaffen und dabei zugleich auf die Arbeit des Volksbunds aufmerksam machen, wären diese Aktivitäten nicht möglich. Und etwas Weiteres kommt hinzu: der Volksbund ist angewiesen auf das Engagement und die nachhaltige Unterstützung von Amtsinhabern wie Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Er übt zugleich, ehrenamtlich, die Funktion des Vorsitzenden des Kreisverbandes Salzgitter im Volksbund aus. Regelmäßig organisiert er mit den Schulen seiner Stadt eine Veranstaltung zum Auftakt der Haus- und Straßensammlung im Herbst und zu deren Abschluss im Frühjahr. So werden Jugendliche erreicht und angesprochen. Die Veranstaltungen in Rathaus Salzgitter und die Sammelergebnisse der Schülerinnen und Schüler legen davon ein beredtes Zeugnis ab. Zur Nachahmung empfohlen!


Text: Dr. Rainer Bendick,
Bildungsreferent Volksbund Braunschweig

Foto: Dr. Martin Neumann,
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Stadt Salzgitter