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Gedenkfeier in Shchuch'ye - das "Stalingrad am Oberen Don"
Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit legt Kranz in Russland nieder
25. April 2019

Es war eine Kranzniederlegung quasi mit militärischen Ehren, die nicht nur Gerd Müller, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sondern die gesamte aus Berlin angereiste deutsche Delegation überraschte. Gegenüber dem Volksbund hatte Minister Müller den Wunsch geäußert, bei seinem dreitägigen Russlandbesuch der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Der geplante Flug nach Wolgograd konnte leider nicht stattfinden, so dass Müller nach seinem Aufenthalt in Moskau und Woronesch schließlich in dem Dorf Shchuch'ye (ca.120 km von Woronesch entfernt) einen Kranz niederlegte. Malerisch gelegen am Fluss Don steht diese ländliche Gegend für erbitterte Kämpfe, tausende Soldaten starben dort.

Die dortige Gebietsadministration gab sich große Mühe, die Zeremonie würdevoll zu gestalten, steht doch der Ort für einen Wendepunkt im Kriegsgeschehen, sowjetische Historiker sprechen von "Stalingrad am Oberen Don." Besiegt wurden 1943 an die 15 Divisionen, 86 000 deutsche, ungarische und italienische Soldaten gerieten in Gefangenschaft.

Gerd Müller war angesichts dieses historisch wichtigen Ortes sichtlich beeindruckt. Am Ende der Zeremonie gab es sogar Salutschüsse und die Botschaft von beiden Seiten: "Nie wieder Krieg". Trotz aller Differenzen müssten Russland und Deutschland in Freundschaft miteinander verbunden sein.

Autor: Hermann Krause
Fotos: Victor Muchin

Simone Schmid
Referentin Kommunikation/Social Media
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