Nachricht
Glocke von Nazareth verstummt
Neues Läutwerk kostet 10.000 Euro
06. Februar 2019

„Fest gemauert in der Erden, steht die Form aus Lehm gebrannt. Heute muß die Glocke werden! Frisch, Gesellen, seid zur Hand!“ Schillers Lied von der Glocke erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und verweist auf die besondere Bedeutung der Glocke als christliches Symbol: Die Glocke klingt, warnt vor Katastrophen, ruft zum Gebet und beendet dieses, sie erklingt zur Stunde der Taufe ebenso wie zum Tode. Auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Nazareth bleibt die dort installierte Glocke nun aber vorerst stumm. Hintergrund ist der Ausfall des Läutwerkes. Der Volksbund wird dieses nun mit Hilfe seiner Förderer erneuern.  

Es ist nicht genau bekannt, ab wann frühe Christen Glocken benutzten, um zu ihren Gottesdiensten zu rufen. Das Exemplar im Glockenturm der deutschen Kriegsgräberstätte von Nazareth existiert jedoch seit dem Jahr 1934, das zugehörige Läutwerk immerhin seit 1982. Nun hat nicht die Glocke, sondern eben jenes Läutwerk seinen Dienst versagt und soll möglichst kurzfristig ersetzt werden. Helfen können dabei auch alle Förderinnen und Förderer des Volksbundes. 

Es ist dabei wichtig zu sagen, dass es neben dieser öffentlichkeitswirksamen Renovierung in Nazareth noch viele weitere Volksbund-Projekte gibt, die für den Erhalt sämtlicher 832 deutscher Kriegsgräberstätten aber ebenso notwendig sind. Sollten die aufgrund dieses Aufrufes eingegangenen Spenden also den benötigten Betrag übersteigen, werden wir dieses Geld folglich auch für die Erhaltung und Pflege der übrigen deutschen Kriegsgräberstätten einsetzen.

Liebe, Leben, Licht

Die Glocke selbst war ursprünglich in München gegossen worden und ist mit etwa eineinhalb Metern Durchmesser sowie knapp zwei Tonnen Gewicht einer der größten Glocken in Israel. Sie trägt die Inschrift LIEBE – LEBEN – LICHT, mehrere kleinere Verzierungen, das obligatorische Gießerabzeichen sowie das bekannte Volksbund-Symbol mit den fünf Kreuzen.

Die Kosten für das Glockenläutwerk hatte ursprünglich das Kölner Bistum übernommen. Nun wird der Volksbund dieses mit Hilfe seiner Förderer ersetzen. Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich inklusive Einbau auf etwa 10.000 Euro. Die Arbeiten können nur von speziellen Fachleuten ausgeführt werden und sollen bis spätestens zum Jahr 2020 abgeschlossen sein, in dem die Kriegsgräberstätte zugleich auf ihr 85-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Und auch für diesen Tag findet sich in Schillers Lied eine klingende Stelle als Schlusswort: „Tausend fleiß’ge Hände regen, helfen sich in munterm Bund, und in feurigem Bewegen werden alle Kräfte kund.“

Maurice Bonkat

 
 



Lassen Sie die Glocke wieder erklingen!

Die Atmosphäre, während die Glocke läutet, ist ein besonders eindrucksvoller Moment. Helfen Sie dabei, die Glocke auf einer der wohl interessantesten Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkrieges wieder erklingen zu lassen.

Jetzt spenden!

https://www.volksbund.de/datensaetze/spendenformulare/spenden-k38.html

Maurice Bonkat
Redakteur
+49 (0) 561-7009-281