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Jugend-Workcamps ab Juli in Deutschland
Volksbund bietet alternatives Programm für den Sommer 2020
10. Juni 2020
  • Jugend

Usedom, München, Magdeburg, Koblenz, Gotha, Berlin – der Volksbund macht Jugendbegegnungen und Workcamps trotz Corona möglich: Für Deutschland stehen jetzt schon sechs Angebote für die Zeit ab Mitte Juli zur Auswahl. Weitere Projekte folgen in Kürze.

„Wir versuchen, soweit es geht, den internationalen Charakter der Projekte zu wahren, auch wenn die Teilnehmenden aus dem Ausland nicht live dabei sein können“, sagt Pawel Prokop. Er leitet den Fachbereich Internationale Jugendbegegnungen.

„In diesem Jahr, in dem Europa und die Welt des Weltkriegsendes vor 75 Jahren gedenken, wiegt es schwer, dass unsere Jugendbegegnungen nicht in gewohnter Weise stattfinden können. Aber auch mit Projekten hier in Deutschland können wir den Teilnehmenden die internationale Dimension des Krieges und die Bedeutung interkultureller Verständigung für den Frieden vermitteln“, so Pawel Prokop weiter.

Sorgfältig ausgearbeitetes Hygienekonzept
Sicherheit und Gesundheit haben bei allen Angeboten oberste Priorität. Die Teilnehmenden werden entsprechend der Vorgaben und Abstandsgebote untergebracht, und die Programme sehen viele Aktivitäten im Freien vor. Unverzichtbar sind für den Volksbund als Anbieter ein sorgfältig ausgearbeitetes Hygienekonzept, geschulte ehrenamtliche Mitarbeitende und feste Regeln, an die sich alle Teilnehmenden halten.

Wie üblich werden die Angebote unter www.volksbund.de/workcamps veröffentlicht. Dort findet sich auch die Online-Anmeldung. Weitere Ausschreibungen kommen in den nächsten Wochen hinzu.

Die Angebote:

Den Auftakt macht das Workcamp "Koblenz und die wechselnde Grenze" für zwölf Jugendliche vom 22. bis 29. Juli. Junge Französinnen und Franzosen schalten sich online dazu. Leichte Pflegearbeiten auf einer Kriegsgräberstätte gehören genauso dazu wie der Blick auf die Geschichte der Region mit Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien.

Beim Workcamp in Gotha vom 25. Juli bis 1. August für 16- bis 25-Jährige steht der Hauptfriedhof im Mittelpunkt. Pflegearbeiten und die Auseinandersetzung mit den Schicksalen der Kriegstoten, die dort begraben sind, gehören zum Programm.

Ins KidCamp Golm sind 14-bis 16-Jährige auf die Insel Usedom eingeladen. Termin ist vom 31. Juli bis zum 7. August. Inhaltlich stehen der 12. März 1945 - der Tag des Bombenangriffs auf Swinemünde - und die Kriegsgräberstätte, die der Volksbund heute auf dem Golm pflegt im Mittelpunkt. Sofern möglich, ist auch ein Besuch der polnischen Seite Usedoms geplant.

Bei "Berlin on bike" werden 18- bis 26-Jährige vom 1. bis 9. August Geschichte mit dem Rad "erfahren", so den Berliner Mauerweg, historische Themenpfade oder Schloss Cecilienhof.

Bei der Jugendbegegnung in Magdeburg wird am Peace Monument weiter gebaut: vom 9. bis 15. August beteiligen sich 16- bis 25-Jährige –an der Gestaltung eines riesigen Denkmals für den Frieden. Es soll 2021 am Elbuferaufgestellt werden.

Beim Workcamp München vom 9. bis zum 18. August arbeiten 18- bis 22-Jährige auf der Kriegsgräberstätte am Waldfriedhof. Auch ein Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau ist geplant.

Mehr Informationen dazu, wie der Fachbereich Internationale Jugendbegegnungen auf die Corona-Einschränkungen reagiert, finden Sie hier. Die Referentinnen und Referenten des Fachbereichs stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kontakt

Christiane Deuse
Redakteurin
+49 (0) 561-7009-281