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Keine Versöhnung ohne Erinnerung
Erinnerungsprojekt zu jüdischen Familien in Gardeja/Polen
15. März 2019

In dem Ort Gardeja, etwa 70 Kilometer südlich von Danzig wird ein jüdischer Friedhof wieder aufgebaut. Polen und Deutsche arbeiten gemeinsam daran, denn die Menschen, die jetzt in Gardeja leben, möchten die Erinnerung an die jüdischen Bürger in Polen und Deutschland wachhalten und ihnen wieder einen Namen geben.

Bis jetzt konnten weltweit die Nachkommen von 20 Familien erforscht werden. Sie leben in den USA, in Deutschland, in Israel, in Brasilien, in England und den Niederlanden. Das Projekt wird unter anderem von Slawomir Lorek, Pfarrer in der römisch-katholischen Kirche der Heiligen Herz-Jesu Pfarrei unterstützt. Auch der Dachverband der jüdischen Gemeinden in Polen, vertreten durch Herrn Jacub Szadaj unterstützt das Projekt. Der Vertreter der evangelischen Kirche (EKD) in Polen, Dr. Justus Werdin schrieb uns: Von Erzbischof em. Henryk Muszynski erinnerte sich Richard von Weizsäcker 2003 mir gegenüber dieses Satzes:

„Es gibt keine Versöhnung zwischen Polen und Deutschen ohne die Juden. Es gibt keine Versöhnung zwischen Deutschen und Juden ohne die Polen. Und es gibt keine Versöhnung zwischen Polen und Juden ohne die Deutschen!“

Die Gemeinde von Gardeja sowie die benachbarte Gemeinde Marienwerder werden das Projekt didaktisch für die Geschichtsarbeit für die Schulen nutzen. Bitte helfen auch Sie beim Aufbau dieses europäischen Bildungsprojektes.

Spendenkonto: Pax Bank eG

DE 84 3706 0193 6002 5750 17

Jeder Beitrag trägt zur lebendigen Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Familien bei.

Jeder Beitrag hilft bei der Versöhnung von Polen, Deutschen und Juden.

www.mamlock-foundation.com

Diane Tempel-Bornett
Pressesprecherin
+49 (0) 561-7009-139