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Mit dem Landesverband zu den Schlachtfeldern von Verdun
13. Mai 2019
  • Saarland

Am 11. Mai starteten 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Landesverband Saar zu den Schlachtfeldern von Verdun. Das Interesse an dieser Fahrt war sehr groß, sodass sie bereits nach 14 Tagen ausgebucht war. "Auch 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges, der als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird, ist es wichtig, sich mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen, da sie bis in die Gegenwart hinein wirkt", so der Landesvorsitzende Werner Hillen. Dieser begleitete die Gruppe durch den Tag, informierte über die historischen Hintergründe und führte die Gruppe zu den einzelnen "Stationen" des Schlachtfeldes:

- Auf der deutschen Kriegsgräberstätte Hautecourt in der nähe von Étain wurde mit einer Kranzniederlegung gemeinsam der 7.885 gefallenen Soldaten gedacht, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

- Das Fort Douaumont vermittelte Einblicke in die grausame Realität der Soldaten. Dort wurden bei den erbitterten Kämpfen um dieses Fort 700.000 Soldaten auf deutscher und französischer Seite geopfert.

- Das Dorf Fleury-devant-Douaumont wurde total zerstört und - genauso wie acht weitere Dörfer - nie mehr aufgebaut.

- Das Mémorial, das im Jahr 2016 neu eröffnet wurde, und wo die "Hölle von Verdun" durch Filme, Videowände, Ausstellungsobjekte, Hörboxen und vieles mehr eindrucksvoll erfahrbar wird.

- Der französische Soldatenfriedhof vor dem Beinhaus, auf dem 16.142 Soldaten ruhen.

- Das in seiner einmaligen Architektur beeindruckende Beinhaus, in dem die Knochen von mehr als 130.000 deutschen und französischen, nicht identifizierten Soldaten liegen.

Die Beurteilungen dieses Tages durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war einstimmig: "Ein unvergesslicher Tag mit bewegenden und nachhaltigen Eindrücken." Ihnen wurde bewusst, welche Folgen übersteigerter Nationalismus hat, über den Francois Mitterand sagte: "Nationalisme c'est la guerre." Nationalismus bedeutet Krieg. "Gerade diese gewonnenen Eindrücke und das Wissen um die Folgen von Nationalismus, sollten uns Mahnung und Ansporn sein, uns für ein friedliches, freiheitliches und demokratisches Europa einzusetzen", stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest.

Mit einem Rundgang durch die Altstadt von Verdun mit ihren zahlreichen Denkmälern, kleinen Geschäften und Cafés endetet der erlebnisreiche Tag.

Wegen der großen Nachfrage führt der Landesverband im kommenden Jahr wieder eine Fahrt nach Verdun durch.

Termin: Samstag, 13. Juni 2020

Reservierung der Plätze erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen, die jetzt schon vorgenommen werden können unter:

saarland@volksbund.de

Preis für die Fahrt im modernen Reisebus, Führung (kostenlos) und alle Eintritte: 40 €