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Multinationaler Gedenkort eingeweiht
Neue rumänische Kriegsgräberstätte in Apscheronsk
07. Dezember 2018

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Projekte, bei denen verschiedene Nationen einen gemeinsamen Gedenkort in Erinnerung an ihre Kriegstoten geschaffen haben. Nun gibt es auch im russischen Apscheronsk eine neue rumänische Kriegsgräberstätte, die sich in unmittelbarer Nähe zur deutschen sowie der slowakischen Anlage befindet – und somit einen gemeinsamen Ort der Erinnerung bildet. 

Die offizielle Einweihung wurde am 26. November 2018 in Anwesenheit des rumänischen Botschafters Vasile Soare zugleich mit der ersten Einbettung verbunden. Als offizieller Volksbund-Vertreter war Uwe Möller vom Umbettungsdienst vor Ort. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich der rumänische Botschafter für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Volksbund und die regelmäßig erfolgende Übergabe von Gebeinen rumänischer Kriegstoter.

Drei Friedhöfe in unmittelbarer Nähe

Mit der Einweihung der inzwischen zweiten rumänischen Kriegsgräberstätte in Russland wird die Idee der örtlichen wie auch gedenkkulturellen Anbindung von Kriegsgräberstätten verschiedener Nationen weiter fortgeführt. Es gibt viele weitere Beispiele solcher Gedenkkomplexe, die örtlich wie auch inhaltlich verbunden sind, wie etwa im franzöischen St. Desir de Lisieux, das per „Friedensweg“ mit der benachbarten britischen Gedenkanlage verbunden ist.

Ein weiteres Beispiel gibt es ebenfalls in der Russischen Föderation: In Rossoschka, nahe dem ehemaligen Stalingrad, liegt die rumänische Kriegsgräberanlage auf dem Gelände der deutschen Kriegsgräberstätte, die wiederum der russischen gegenüber liegt. Damit werden hier wie dort zunächst die baulichen Grundlagen für ein gemeinsames Gedenken und Trauern an einem würdigen Ort gelegt, welche die Fortentwicklung eines gemeinsames Gedenkens befördern sollen.

Maurice Bonkat

Maurice Bonkat
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