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PFINGSTTREFFEN 18. – 21.05.2018 – GRÄFENRODA / THÜRINGEN
Abenteuer im Thüringer Wald - von Johann Christian Banz
28. Mai 2018
  • Thüringen

Bei der Herbsttagung des BJAK in Kassel 2017 bekam Thüringen den „Zuschlag“ für die Organisation des diesjährigen Pfingsttreffens. Na gut, vielleicht hatte ich auch einfach gesagt, dass wir das im JAK Thüringen gerne ausrichten, ohne vorher die Anderen zu fragen, aber wer urteilt da schon? Nach einigen Treffen in unserem JAK Landesverband hatten wir bald ein gutes Programm zusammen. Wir waren in einer Jugendherberge in Gräfenroda, direkt an einem riesigen Wald, untergebracht, etwa 40km von Erfurt entfernt. Es war das erste Treffen in der konzeptionellen Neuauflage des Pfingstzeltens – im Mai ist es eben doch noch recht kühl im Zelt.
Am Freitag war es dann soweit – Anreisetag. Michi (BJAK Vorsitzender), Tim (JAK Sprecher Thüringen) und Selma (stellv. JAK Sprecherin Thüringen) waren ab mittags vor Ort, um die letzten organisatori-schen Aufgaben zu erledigen und unsere Gäste in Empfang zu nehmen. Leider war ich gesundheitlich noch etwas angeschlagen, weshalb ich erst am Samstag dazu stieß. Doch alle haben mir versichert, dass am Abend, als die letzten TeilnehmerInnen ankamen eine ausgelassene freudige Stimmung herrschte und sich viele in die Arme fielen, als sie sich wiedersahen.
Für Samstag war dann vereinbart, dass mich jemand am Bahnhof in Gotha abholen sollte. Nach kurzer Wartezeit kam dann Rouven (stellv. BJAK Vorsitzender) aus dem Landesverband Saarland und wir fuhren gemeinsam zum Hauptfriedhof in Gotha, wo wir uns mit Rainer König und Henrik Hug (Landesgeschäftsführer Thüringen) für eine Führung


verabredet hatten. Dort angekommen war dann ich dran mit dem Begrüßen und umarmen und wurde fast gar nicht rechtzeitig fertig mit Hallo-sagen. Mir wurde vom Eisenach-Besuch und der Führung durch die Wartburg berichtet, die am Vormittag stattfand und ich wurde kurz auf den aktuellen organisatorischen Stand gebracht. 14.30 Uhr kamen dann unsere Gäste.
Rainer König erzählte viel Wissenswertes über die Mahnmale auf dem Gothaer Hauptfriedhof
Rainer und Henrik begrüßten alle, stellten sich vor und schon ging es los über den Hauptfriedhof in Gotha. Hierbei ging es nicht nur vorwie-gend um die Kriegsgräberstätten, sondern auch um viel, was man auf den ersten Blick gar nicht wahr nimmt: Arrangements von Blumen in Bezug auf deren Farbe oder Bedeutung – Wie oft muss man Steine reinigen? – Warum sind diese Steine genau so angeordnet? – Was hat es mit der dreiseitigen Stele in der Mitte des Friedhofes auf sich? – Es
gab so viele interessante Aspekte bei der Führung, dass vielen gar nicht auffiel, dass es bereits halb fünf war, als wir am sowjetischen Mahnmal endeten.
Gemeinsam fuhren wir dann zurück nach Gräfenroda, wo der Grill schon glühte. Henrik schwang zusammen mit Enrico (LV Niedersach-sen) die Grillzange und wir machten uns hungrig über Bratwurst, „Rostbrätl“ und Grillgemüse her. Abends ergaben sich viele schöne Gespräche zwischen den Ehrenamtlichen der einzelnen Landesver-bände.
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück dann los mit dem Workshopteil. Martin (LV Sachsen) bot einen Workshop über Fotografie an, Michi leitete einen weiteren zum Thema Jugendcamps, in der sich unsere ehrenamtlichen Teamer austauschen konnten und ich hielt einen Vortrag über das Thema Social Media, und zeigte Möglichkeiten der Mitgliedergewinnung und der Bewerbung unserer Arbeit im Volksbund in den sozialen Netzwerken auf.
Am Nachmittag teilte sich die Gruppe dann auf, ein Teil wollte schwimmen, die anderen suchten lieber das Abenteuer im Kletterwald, der eine halbe Autostunde entfernt lag. Michi, Enrico und ich blieben derweil in der Unterkunft, sorgten für etwas Ordnung und genossen ein wenig die Ruhe in der warmen Nachmittagssonne.

Nach dem Abendessen warteten Michi und ich bis kurz vor Sonnen-untergang und machten uns zusammen mit Grischa (LV Niedersachsen) und Enrico auf in den Wald. Wozu? Nun, wir hatten Knicklichter in verschiedenen Farben organisiert und ein Geländespiel geplant. Vier Kleingruppen sollten von verschiedenen Seiten den Wald durch-streifen und nach den ihnen zugeteilten Farben suchen. Während wir diese für sie versteckten, teilten Selma und Tim die Gruppen ein und erklärten das Spiel, und schickten sie auf den Weg. Wir versteckten uns währenddessen im Wald und kamen nicht umhin doch der ein oder anderen Gruppe einen gehörigen Schrecken einzujagen im dunklen Wald. Gegen halb 12 kamen wir alle wohlbehalten wieder in un-serer Unterkunft an und saßen in lockerer Runde bei Gesellschafts- und Kartenspielen oder kreativen Gesprächen zusammen. Ein schöner Ausklang des Wochenendes.
Am Montag hieß es dann wieder Abschiednehmen. Jeder packte beim Aufräumen mit an und bald standen wir mit unserem Gepäck im Hof. Wieder wurde viel umarmt und sich die besten Wünsche mit auf den Weg nach Hause gegeben. Auch ich war traurig, dass das lange Wo-chenende eigentlich gar nicht so lang war. Aber man sieht sich ja bald wieder – zum BJAK, zu Vor- und Nachbereitungstreffen, zum Herbst-treffen oder in den Camps – Ich freue mich darauf und habe wieder gemerkt, wie gern ich diese Arbeit mache und wie sehr ich sie zu schätzen weiß.

Wir bedanken uns bei der Stiftung "Gedenken und Frieden" für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes.

Von Johann Christian Banz.