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Projekttage in Bad Krozingen
Max-Planck-Realschüler auf dem Friedhof und am HWK
24. Juli 2019
  • Jugend
  • Baden-Württemberg

Der Landesverband veranstaltete zwei friedenspädagogische Tage mit einer Projektgruppe der Max-Planck-Realschule Bad Krozingen. Unser Bildungsreferent führte zunächst in die Thematik der Kriegsgräberfürsorge ein. Dabei achtete er vor allem darauf, dass die Jugendlichen den Mehrwert von Erinnerungsarbeit erkennen. Warum ist es auch lange Zeit nach den Weltkriegen noch wichtig zu erinnern? 

Damit war schon die Überleitung zum zweiten Teil des Tages hergestellt. Die Gruppe begab sich nämlich auf den lokalen Friedhof, um die 26 Gräber der Gefallenen zu pflegen. Peter Schäfer, Fachbereichsleiter bei der Stadt, begrüßte die Jugendlichen im Namen der Stadt und dankte im Voraus für die wichtige Arbeit.

Einige SchülerInnen konnten sogar von Kriegsschicksalen aus der eigenen Familie berichten, was den Tag sehr bereicherte. An diesem Ort wurde vor allem deutlich, dass wir noch heute die Erinnerung wachhalten müssen. Nach getaner Arbeit bekamen alle eine Urkunde zu sozialem Engagement, die sie ihren Lebensläufen beifügen können.

Am selben Tag setzten die Jugendlichen nach einer thematischen Einführung in der Pausenhalle ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Die roten Hände, die als Zeichen dienen, wird die Klasse 9 (dann 10) bei ihrer Berlin-Exkursion mit in den Bundestag nehmen, wo sie diese an den Bundestagsabgeordneten ihrer Heimat übergeben.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe den Hartmannsweilerkopf (HWK), wo die Jugendlichen an diesem Lern- und Gedenkort während einer geführten Wanderung ein greifbares, die Fantasie anregendes Erlebnis hatten. Am Geschehensort lasen die begleitende Geschichtslehrerin und der Bildungsreferent Feldpostbriefe von Soldaten, die genau dort verfasst worden waren.