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Vortrag des Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Herrn General a.D. Wolfgang Schneiderhan
Friedensmacht Europa in einer Welt aus dem Gleichgewicht - Historische Betrachtungen für die Zukunft: Vom Mut der Verzweiflung zum Mut zum Frieden
09. Juli 2019
  • München

Veranstalter:

Hanns-Seidel-Stiftung, München

in Kooperation mit:

Sicherung des Friedens e.V.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband München Stadt und Land

München. Ein Vortrags-Highlight der ganz besonderen Art bot sich gestern den ca. 130 geladenen Gästen im Franz-Josef-Strauß-Saal der Hanns-Seidel-Stiftung. Nach der Begrüßung und einem sehr zum Nachdenken anregenden geistlichen Impuls durch den kath. Militärdekan, Pfr. Dr. Dr. Michael Gmelch trat der Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., General a.D. Wolfgang Schneiderhan ans Rednerpult. In der ihm ganz eigenen Art referierte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr mal humorvoll, mal nachdenklich, aber immer sehr klar und präzise zum Jahresthema des Vereins „Sicherung des Friedens e.V.“: Friedensmacht Europa in einer Welt aus dem Gleichgewicht – Historische Betrachtungen für die Zukunft. Er schlug gekonnt den Bogen aus den Erfahrungen der Geschichte, insbesondere der beiden Weltkriege, des militärischen Widerstandes gegen das Terror-Regime der Nazis sowie der seitherigen politischen und militärischen Entwicklungen der Welt in die heutige Zeit und darüber hinaus. Die Hauptessenz, die er daraus für sich und die Zuhörer gewann, lässt sich am einfachste mit dem Wort „Mut“ beschreiben, das er auch als hohes Gut, als einen speziellen Wert klassifizierte und das seinen Vortrag wie ein roter Faden durchzog. Frieden und die Wohlfahrt der Völker ist schwierig, kostet Anstrengungen und vor allem eben auch Mut, aber es gibt keine auch nur annähernd wünschenswerte oder sinnvolle Alternative dazu. In seiner Funktion als ehrenamtlicher Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ging er abschließend auch auf dessen völkerverbindende und friedensschaffende Kraft der „Versöhnung über den Gräbern“ ein.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Schneiderhan noch diversen Fragen aus dem Publikum und blieb auch hier, manchmal vielleicht auch für den einen oder anderen überraschend, keine Antwort schuldig und bezog in der ihm eigenen Art deutliche Positionen. Das Publikum, u.a. Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern,  Staatsminister a.D. Hans Zehetmair sowie hochrangige Kommandeure der Bundeswehr, dankte es ihm mit langanhaltendem Applaus. Im Anschluss daran lud die Hanns-Seidel-Stiftung die Gäste dankenswerterweise noch zu einem Empfang, der auch zu vielen guten Gesprächen rege genutzt wurde. Im kleinen Kreise klang ein intensiver und hochinteressanter Abend dann noch beim Essen aus.

tk/09.07.2019