Nachricht
„Wir sind weiter für Sie da"
Präsident Wolfgang Schneiderhan: Der Volksbund bleibt für alle ansprechbar
26. März 2020

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Angehörige des Volksbundes,

die Corona-Pandemie geht auch nicht am Volksbund spurlos vorüber. Eingeschränkte Arbeitsmöglichkeiten, vorübergehende Schließungen der Kriegsgräberstätten und Friedhöfe, Absage der Gedenkveranstaltungen ... die Liste ist lang.

Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Volksbundes, wollen Ihnen dennoch in diesen schwierigen Zeiten unsere Hilfe und unseren Dienst anbieten, wenn auch verständlicherweise nicht im vollen Umfang wie gewohnt. Das ergibt sich allein aus der Tatsache, dass die meisten von uns inzwischen große Anteile der Arbeit von zuhause aus erledigen müssen. Dies dient der Vorbeugung vor Ansteckung und wird bislang diszipliniert umgesetzt. Der tägliche Zugang zu den Kollegen, zu allen notwendigen Unterlagen und zur Infrastruktur für unsere Arbeit ist stark eingeschränkt. Auch wenn alle ihr Bestes geben, wir müssen einige gewohnte Leistungsangebote vorübergehend reduzieren.

Als Verein stehen unsere Mitglieder - wie immer - ganz oben auf der Prioritätenliste. Selbstverständlich werden wir sie weiterhin in allen Fragen der Mitgliedschaft, aber auch der Information über unsere Arbeit gut betreuen. Es kann sein, dass eine Telefonleitung belegt ist oder wir nicht so rasch auf einen Brief reagieren, wie wir das bisher machen konnten. Sie haben dafür Verständnis, das wissen wir. Angehörige bekommen Auskunft über Schicksale und Kriegsgräberstätten, aber auch hier kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Reisen zu und Besuche auf den Kriegsgräberstätten mussten in jüngster Zeit leider zunehmend abgesagt werden. In einigen Ländern ist die Pflege schwieriger geworden. Machen Sie sich aber keine Sorgen. Einen Besuch kann man verschieben und längeres Gras kann man wieder mähen. Unsere Gräber werden wie gewohnt anständig hergerichtet, wenn die Umstände es erlauben. Auch die Suche nach Kriegstoten und die geplanten Umbettungen setzen wir fort.

Die Jugendbegegnungen und Workcamps für die Zeit nach Corona wollen auch vorbereitet sein. Wir haben also noch viel vor.

Viele von Ihnen sitzen jetzt daheim und fragen sich, was wohl werden wird. Ein wenig Mut wollen wir Ihnen in diesen Zeiten gerne machen. Der Volksbund bleibt an Ihrer Seite, mit dem, was er seit über einhundert Jahren in schweren Zeiten immer angeboten hat: mit Zuspruch, mit Hoffnung und mit der guten Botschaft, dass die Arbeit für den Frieden in Zeiten von Corona nicht aufhört.

Gerade für unsere ältere Generation wollen wir in diesen Tagen da sein. Dazu gehören auch weiterhin Nachrichten und Informationen rund um die Arbeit des Volksbundes.

Zum Schluss eine Bitte in eigener Sache. In diesen Zeiten um eine Unterstützung unserer Arbeit zu bitten, fällt uns nicht leicht, aber wir spüren die finanziellen Folgen der Krise schon jetzt. Uns ist die vor uns liegende Aufgabe einfach zu wichtig, als dass wir dabei auf Ihre Unterstützung verzichten können. Spenden Sie daher auch in diesen Tagen für unsere großartige humanitäre Sache. Und wenn Sie nicht mit dem Überweisungsträger zur Bank gehen mögen, dann nutzen Sie unsere anderen Möglichkeiten. Unsere Telefone unter der 0561-70090 bleiben für Sie besetzt.

Gerne können Sie auch online spenden unter www.volksbund.de/helfen

Ihr
Wolfgang Schneiderhan