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21. März: Internationaler Tag gegen Rassismus

Volksbund greift Thema in Workcamps und Fortbildungen auf

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die Verantwortung, dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der „Internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung“ jährlich am 21. März – ein Thema, dem sich auch der Volksbund in seiner Bildungsarbeit widmet.

Heike Baumgärtner ist Jugend- und Bildungsreferentin des Volksbundes in Konstanz. Sie erklärt, was die Volksbund-Arbeit mit dem Thema des Gedenktages verbindet:

„Das Datum 21. März geht zurück auf das ‚Massaker von Sharpeville‘ 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidsgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation – 69 Menschen wurden von der Polizei erschossen und mindestens 180 weitere zum Teil schwer verletzt. 1966 riefen die Vereinten Nationen den Gedenktag aus, um aller Opfer rassistisch motivierter Taten zu gedenken, Aktionen gegen Rassendiskriminierung zu fördern und gegen Rassismus zu mobilisieren.

Verfolgt wegen Hautfarbe oder Herkunft, benachteiligt aufgrund der Kultur, diskriminiert wegen des eigenen Glaubens: Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind noch immer ein drängendes Problem und in den vergangenen Jahren Teil einer bedrückenden Realität in Deutschland geworden. Das hat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 2020 dazu bewogen, das traditionell am Volkstrauertag im Bundestag gesprochene Totengedenken zu ergänzen: 'Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land'. 

In vielen Volksbund-Projekten im Rahmen der Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit beschäftigen sich junge Menschen mit Themen wie Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung – nicht nur aus der historischen Perspektive heraus. Zwei dieser Projekte, die ein klares Zeichen für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt setzen, möchte ich als unseren Beitrag zum Internationaler Tag gegen Rassismus vorstellen:
 

Alltagsrassismus im Blick

Um die Themen Rassismus und Ausgrenzung ging es bei einer Lesung des Autors und Illustrators Nils Oskamp vor rund 50 Schülerinnen und Schülern des Engener Gymnasiums im Kulturzentrum Gems in Singen im September 2020. Dabei ermunterte der Autor zu 'Zivilcourage für Demokratie'. Außerdem betonte er, wie wichtig die Zusammenarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen ist, wenn es darum geht, sich gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung zu wehren.

Der Organisator der Lesung war der Volksbund-Landesverband Baden-Württemberg, der mit dem Gymnasium Engen seit 2010 eine Bildungspartnerschaft pflegt. Seit vielen Jahren besuchen die Schülerinnen und Schüler Kriegsgräberstätten im nahegelegenen Elsass, beteiligen sich an der Gestaltung des Volkstrauertages und unterstützen die Haus- und Straßensammlung. Im Oktober 2021 soll die erfolgreiche Veranstaltung wiederholt werden.

Karlsruhe International: In Vielfalt geeint

Bei den Internationalen Jugendbegegnungen des Volksbundes kommen jährlich junge Menschen aus ganz Europa unter dem Motto 'Gemeinsam für Frieden' für zwei Wochen nach Deutschland. Eines dieser Projekte findet vom 6. bis 20. August statt. Sein Titel: 'In Vielfalt geeint – Jugendbegegnung Karlsruhe'.

Bei der Arbeit an Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und bei Workshops setzen sich junge Menschen nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit dem friedlichen Zusammenleben im Europa des 21. Jahrhunderts auseinander. Dabei thematisieren sie Vorurteile, Rassismus und Ausgrenzung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Im täglichen Zusammenleben und beim Programm erleben die jungen Leute Internationalität und Toleranz in der multikulturellen Gruppe, denn der Leitspruch der Europäischen Union steht nicht nur im Titel, sondern auch für das Selbstverständnis in diesem Projekt: 'In Vielfalt geeint!'“

Volksbund-Projekte im In- und Ausland für junge Menschen sowie Fortbildungen auch für Erwachsene beziehen häufig das Thema Rassismus mit ein. Eine Übersicht über die Bildungsangebote des Volksbundes finden Sie hier. Das Programm der Workcamps 2021 ist ebenfalls online vorgestellt.

„Im täglichen Zusammenleben und beim Programm erleben die jungen Leute Internationalität und Toleranz in der multikulturellen Gruppe.“

Heike Baumgärtner, Jugend- und Bildungsreferentin des Volksbundes in Konstanz

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... ein gemeinnütziger, mehr als 100 Jahre alter Verein, der seine Arbeit vor allem aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert.

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