Zum Inhalt springen

Bundesverdienstkreuz: „Imre Kovács baut stabile Brücken”

Botschafterin Julia Gross würdigt Engagement des Volksbund-Länderbeauftragten in Ungarn

Seit 19 Jahren vertritt Oberst a. D. Imre Kovács den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in seiner Heimat. Dafür zeichnete ihn Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Botschafterin Julia Gross überreichte Kovács die Auszeichnung des Bundespräsidenten und Volksbund-Schirmherren in Budapest.
 

Ein Schwerpunkt seines Engagements sind jährliche Pflegeeinsätze auf Kriegsgräberstätten, bei denen deutsche und ungarische Soldatinnen und Soldaten inzwischen gemeinsam anpacken. Grundlage dafür ist eine Partnerschaft zwischen dem ungarischen Reservistenverband „Matasz” und dem Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr. Dass es diese Kooperation heute gibt, ist auch Imre Kovács zu verdanken. 
 

„Fördert positives Bild der Bundeswehr”

„Durch sein Wirken fördert er nachhaltig ein positives Bild der Bundeswehr in Ungarn und trägt seit vielen Jahren maßgeblich zur militärischen Verständigung zwischen beiden Ländern bei”, umriss die Botschafterin in Budapest das Engagement des Länderbeauftragten. „Auch gesellschaftspolitisch baut er viele stabile Brücken der freundschaftlichen Verbundenheit zwischen Deutschland und Ungarn.”

Gerade erst ist ein Pflegeeinsatz auf zwei Friedhöfen mit deutscher und ungarischer Beteiligung zu Ende gegangen: in Böhönye und Nagykanizsa.

Während der zehntägigen Arbeiten hatten Soldaten in Nagykanizsa unter anderem neue Pflastersteine ​​verlegt. In Böhönye schnitten sie Büsche und Sträucher zurück und sorgten so dafür, dass die Grabsteine ​​wieder von der Hauptstraße aus sichtbar sind.
 

„Ausdruck von Menschlichkeit”

Nach Abschluss der Arbeiten fand in Nagykanizsa eine stille Kranzniederlegung statt. In Böhönye endete der Einsatz mit einer Gedenkstunde. Neben aktiven Soldaten und Reservisten nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Bürgermeisterämter daran teil. Imre Kovács lobt den unermüdlichen Einsatz der Helfer. Oberst Károly Kis-Bús, Kommandeur des 5. Territorialverteidigungsregiments, schloss sich dem Dank an.

Stabsfeldwebel Christopf Wickner vom Logistikbataillon 172 der Bundeswehr aus Beelitz betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Die gemeinsame Pflege von Soldatengräbern – Deutsche und Ungarn Seite an Seite – ist Ausdruck grenzen- und generationsübergreifend Menschlichkeit.“ Nach einer Andacht mit Militärpfarrer Attila Székely wurden Kränze niedergelegt.

Der Volksbund ist ...

… ein gemeinnütziger Verein, der im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland sucht, birgt und würdig bestattet. Mehr als 10.000 waren es im vergangenen Jahr. Der Volksbund pflegt ihre Gräber in 45 Ländern und betreut Angehörige. Mit seinen Jugend- und Bildungsangeboten erreicht er jährlich rund 38.000 junge Menschen. Für seine Arbeit ist er dringend auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.

jetzt unterstützen

zur Startseite