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Verdienstorden für Spurensucher

Nach der Mitgliederzeitschrift „Frieden“ greift die „Süddeutsche Zeitung“ die Geschichte von John Manrho und Hans Meinhof auf

Der Orden mag klein sein, der Verdienst ist groß. Wie groß, das zeigt wiederum eine einzelne, ganz persönliche Geschichte, die dem Niederländer John Manrho zu verdanken ist. Es ist eine von vielen. Manrho hat in Den Haag das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Sein ungewöhnliches Engagement gilt den Wracks deutscher Weltkriegsflugzeuge und denen, die darin zu Tode kamen.

Hans-Gottfried Meinhof ist einer von ihnen. Seine Geschichte war Thema in der Volksbund-Mitgliederzeitschrift „Frieden“ im vergangenen Jahr und gerade in der „Süddeutschen Zeitung“ unter dem Titel „Jeder verdient ein gutes Grab“. In der Ausgabe vom 3. Juli 2021 beschreibt darin seine Nichte, Renate Meinhof, wie hoch die Verdienste Manrhos zu bewerten sind.
 

Der Name auf dem Zigarettenetui

„Die Gewissheit, dass, wo und wie ein Mensch zu Tode kam, kann selbst für nachfolgende Generationen heilende Wirkung haben. So auch in meiner Familie, denn John Manrho hatte vor drei Jahren meinen Onkel, den Jagdflieger Hans-Gottfried Meinhof, gefunden, der mit 23 Jahren in seiner FW 190 am Morgen des 1. Januar 1945 südlich von Breda, auf schon befreitem Gebiet, in den Niederlanden vom Himmel geschossen wurde", schreibt sie. „Die Inschrift des Zigarettenetuis, das die Alliierten bei dem Toten gefunden hatten, verhinderte, dass Hanni, wie sie den sieben Jahre jüngeren Bruder meines Vaters in der Familie nannten, identifiziert werden konnte“.

Manrho hatte herausgefunden, dass der unbekannte Tote auf der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn bestattet worden war. Und hatte ihn zusammen mit dem Bergungs- und Identifikationsdienst des Niederländischen Heeres identifiziert – mittels einer Speichelprobe des Bruders, des Vaters von Renate Meinhof. 

Uneigennützig und mit großer Passion habe Manrho einen außergewöhnlichen Beitrag zur Aussöhnung zwischen den Niederlanden und Deutschland geleistet, zitiert die Autorin aus der Laudatio zur Ordensverleihung. 25 deutsche Flugzeugführer und deren Nachfahren habe er schon gefunden. „Vermutlich kann er nur erahnen, was es bedeutet, wenn 75 Jahre nach Kriegsende Schwestern, Brüder oder deren Nachkommen plötzlich die Knochen eines Menschen beerdigen und Leerstellen in Familiengeschichten füllen können.“
 

Spurensuche in der „Frieden“

Unter dem Titel „Vermisst ist schlimmer als tot" hatte Autorin Simone Schmid die Geschichte von Hans Meinhof in der Mitgliederzeitschrift erzählt, erschienen in der Ausgabe 1 2020.

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