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Völkerverständigung in Verdun

BV Köln-Aachen

VERDUN. – Vor dem deutschen Soldatenfriedhof im Innern des Fort Douaumont steht jetzt die Bronzeskulptur „Der Abschied – Les Adieux“ des Rheinbacher Künstlers und Pallotiner-Paters Franz-Josef Ludwig. Die nur 60 Zentimenter hohe Skulptur zeigt den Trennungsschmerz und die Verzweiflung eines Elternpaares, dessen Söhne in den Krieg ziehen. „Die Skulptur drückt aus, wozu ich nicht fähig war, nämlich das Unbeschreibliche zu beschreiben“, erläutert der Stifter und Initiator des Projektes, der Rheinbacher Unternehmer Erich Scharrenbroich. Zwei Familienangehörige Scharrenbroichs waren 1916 bei Verdun gefallen. Es existieren keine Gräber. Die Gebeine ruhen irgendwo auf den Schlachtfeldern oder im Beinhaus von Verdun. Die Skulptur „Der Abschied – Les Adieux“ erinnert an das Leiden all jener Familien, die während der Schlacht um Verdun und anderer kriegerischer Auseinandersetzungen Angehörige verloren.

Die feierliche Zeremonie zur Übergabe der Skulptur vor dem Fort Douaumont am 17. Mai erfolgte unter Beteiligung von offiziellen Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie von Ehrenformationen der französischen Armee und der Bundeswehr, angeführt vom Kommandanten des Militärbereiches Verdun, Colonel Alain Artisson, und Brigadegeneral Wolfgang E. Renner als Standortältester Rheinbach. Die deutsche Delegation wurde von der Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Bürgermeister Stefan Raetz aus Rheinbach angeführt. Die Spitze der französischen Delegation bildeten Mme Isabelle Dilhac, Préfète de la Meuse, und der Vizepräsident des Conseil General de la Meuse, Denis Cordonnier. An der Zeremonie vor dem Fort de Douaumont nahmen mehr als 250 Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger, darunter 79 Schüler der weiterführenden Schulen und die  Vorsitzenden der deutsch-französischen Partnerschaftsvereinigung Rheinbach-Villeneuve-lez-Avingnon teil. Die Zeremonie mit Reden zur Übergabe vor dem Fort de Douaumont sowie Enthüllung und Weihe der Skulptur im Fortinneren war Teil der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, den Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 im Pariser Elysée-Palast unterzeichnet hatten. Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz bezeichnete die Aufstellung der Skulptur als weiteren Stein für das Haus der Deutsch-Französischen Freundschaft und zeigte sich stolz, dass die Stadt Rheinbach dank der großzügigen Unterstützung der französischen Verantwortlichen in Verdun mit der Aufstellung der Skulptur einen individuellen Beitrag zu den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages leisten kann. Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die ihre Ansprache mit dem Verdun-Gedicht von Erich Kästner begann, äußerte den Wunsch, dass die Bronzeskulptur „Abschied - Lex Adieux“ im Sinne von Frieden, Versöhnung und Völkerverständigung in die Zukunft wirkt.

Im Anschluss an den Festakt vor dem Eingang des Forts weihte der Künstler, Pallotiner-Pater Franz-Josef Ludwig, seine Skulptur in einer bewegenden Feierstunde mit Kranzniederlegungen am Soldatenfriedhof im Innern des Forts. Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken legte als Repräsentantin des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende des Bezirksverbandes Köln-Aachen den Kranz für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nieder.

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