Seit 2023 war Rüdiger Erben Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt. (© Sarah Lorenz)
Volksbund trauert um Rüdiger Erben
Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Anhalt mit 58 Jahren gestorben
Jugend- und Bildungsarbeit sowie die Kooperation mit der Bundeswehr lagen ihm besonders am Herzen: Am 21. Januar ist Rüdiger Erben überraschend verstorben. Nach vielen Jahren des Engagements für Kriegsgräberfürsorge stand er seit drei Jahren an der Spitze des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Der Werdegang des SPD-Politikers begann auf kommunaler Ebene im damaligen Landkreis Weißenfels, den er später als Landrat vertrat. Danach wechselte er in die Landespolitik und wurde Innenstaatssekretär. Seit 2011 gehörte der gebürtige Thüringer dem Landtag von Sachsen-Anhalt an und war parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion.
Über die Landesgrenzen hinaus erwarb sich Rüdiger Erben einen Ruf als innenpolitischer Experte. Dabei kümmerte er sich mit großem Einsatz um die Belange von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr.
Verantwortung für den Frieden
Rüdiger Erben engagierte sich im Vorstand des Landesverbandes Sachsen-Anhalt und wurde 2023 zum Landesvorsitzenden gewählt.
Die Arbeit des Vereins bedeutete für ihn, Verantwortung für die Lehren aus der Geschichte zu übernehmen und die Erinnerung wach zu halten. Er prägte insbesondere die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und die Arbeit im Bereich der Jugend und Bildung. Erst vorgestern hatte der Politiker eine Schülergruppe in Weißenfels bei einem Projekttag besucht.
Der Volksbund verliert mit Rüdiger Erben einen Weggefährten, dem das friedensstiftende Werk der Kriegsgräberfürsorge eine Herzensangelegenheit war.
Rüdiger Erben hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne mit ihren Familien.
Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern. Wir trauern mit ihnen.
Text: Jan Scherschmidt, Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsen-Anhalt
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