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Winterbergtunnel: Volksbund plant nächsten Schritt

Weitere Erkundung in Frankreich soll im August stattfinden

Kassel, 28. Juni. Der Volksbund plant mit Blick auf den Winterbergtunnel in der französischen Picardie den nächsten Schritt:  In der zweiten Augusthälfte soll eine weitere Begehung am Winterbergtunnel stattfinden. Ungewiss bleibt, ob die Bergung der rund 250 toten Soldaten des Ersten Weltkrieges möglich sein wird. „Aber wir müssen das Allerletzte versucht haben, um die Toten zu bergen“, sagt Dirk Backen, seit Mai Generalsekretär des Volksbundes. „Wir hoffen, dass es einen Zugang in der Nähe eines früheren Gefechtstandes gibt, der uns weiterbringt“.

Falls eine Bergung nicht zu realisieren ist, soll es eine würdige Form des Gedenkens für die Toten geben. Der Volksbund begrüßt, dass das Thema Winterbergtunnel durch eine Initiative der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung in den Vordergrund gerückt ist. Eine Möglichkeit wäre dabei die Einstufung des Geländes um den Winterbergtunnel als offizielle Kriegsgräberstätte. Das, so Generalsekretär Dirk Backen, wäre sehr hilfreich für die Finanzierung einer solchen Gedenkstätte.

„Es ist ein großes deutsch-französisches Projekt und wir sind dankbar für diese breite Unterstützung. Inzwischen konnten wir auch etliche Angehörige der Soldaten dieses Regimentes ausfindig machen“, erklärt Dirk Backen. „Wir werden sie in die Planungen miteinbeziehen und dann gemeinsam mit unseren französischen Partnern und den politischen Akteuren eine gute Lösung anstreben“. 

Vor zwei Monaten, Ende April, musste eine umfangreiche Sondierung mit erheblichem technischem Aufwand nach wenigen Tagen abgebrochen werden. Während der Arbeiten waren der Kampfmittelräumdienst der Securité Civile und die Bundeswehr im Einsatz. Sie bargen sehr viel Munition, darunter Artilleriegranaten.

Erste Bodenfunde hatten Hoffnungen geweckt. Ein Uniformmantel, ein Helm, ein Bajonett, eine Alarmglocke, wie sie an Tunneleingängen üblich war – all das bestätigte, dass das Team auf dem richtigen Weg war. Doch die anwachsende Sandmenge über dem Tunnel – mehr als zehn Meter loser Sand – machten eine weitere Suche zunächst unmöglich.

Am 4. Mai 1917 war der Tunneleingang bei einem französischen Artillerieangriff verschüttet worden. Bis zu 250 Soldaten des badischen Reserve-Infanterieregiments 111 wurden in der Folge dort eingeschlossen.

 

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