Ministerpräsident Woidke und Botschafter Netschajew geben 100 Rotarmisten das letzte Geleit

Der Brandenburgische Ministerpräsident sprach zum ersten Mal bei einer Einbettung in Lebus an der Oder

7. September 2018

Stilles Gedenken (Fotos: Ch. Blase)

Zum ersten Mal nahm Dietmar Woidke an einer Einbettung von gefallenen Sowjetsoldaten in Lebus teil. Gemeinsam mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten gaben Sergej J. Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in Berlin, und Volksbundpräsident General a. D. Wolfgang Schneiderhan den 100 sowjetischen Gefallenen das letzte Geleit.

Bestattet wurden die Rotarmisten im Rahmen des traditionellen deutsch-russischen Arbeitseinsatzes von Bundeswehr und russischer Armee. Russische und deutsche Soldaten gaben Hand in Hand den Opfern der schweren Kämpfe des Frühjahrs 1945 ihre letzte würdige Ruhestätte.

Mit der Einbettungsveranstaltung, die der Volksbund auf der Kriegsgräberstätte in Lebus ausrichtet, wird einmal mehr der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. "Das Schicksal der Soldatinnen und Soldaten ist uns Mahnung, was dieser von Nazideutschland entzündete Krieg bedeutet hat und zu welch millionenfachem Tod und Zerstörung er führte. Wir müssen alles dafür tun, um den Frieden und das gute Miteinander zu erhalten und wir müssen geschlossen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auftreten, sagte der brandenburgische Ministerpräsident.

Woidke dankte dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem deutsch-russischen Arbeitseinsatz und dem Büro für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit für ihren unermüdlichen Einsatz, die Toten zu identifizieren und die Orte zu dokumentieren, an denen sowjetische Soldaten starben. Gleichzeitig verwies er auf die Unterstützung der Kommunen durch Russland bei der Sanierung von Denkmälern auf sowjetischen Ehrenfriedhöfen. Woidke: "Für viele Angehörige und Nachkommen ist es wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem an die Gefallenen erinnert wird. Dass wir heute nebeneinander stehen und gemeinsam erinnern, ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass Versöhnung wirklich möglich ist."

Botschafter Netschajew sagte, der Lebuser Friedhof sei ein sakraler Ort, an dem Deutsche und Russen gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen setzten. Er spüre, dass das Gedenken an die unzähligen Toten von allen ehrlichen und anständigen Menschen in Deutschland geteilt werde. Der Krieg habe die beiden Völker weit auseinander geführt. „Das Trauma des Krieges steckt bis heute in uns“, sagt Netschajew. Der Botschafter dankte er allen, die sich an Such- und Bergungsaktionen beteiligten und nicht zuletzt die Kriegsgräberstätten pflegten. Er sei fest von einem weiteren Annähern beider Länder überzeugt. Dazu wünsche er sich mehr Dialoge auf allen Ebenen mit viele Begegnungen der Menschen, um gemeinsam für den Frieden in Europa wirken zu können.

In seiner Rede hob der Volksbundpräsident besonders Jugendaustausch hervor. Vielen jungen Leuten würde erstmals bei Einsätzen an Kriegsgräberstätten bewusst,  dass die Gefallen zum Teil jünger als sie selbst waren und dass man sie ihrer Zukunft beraubt habe. „Wir haben die Pflicht, allem entgegen zu treten, was unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdet“, betonte Wolfgang Schneiderhan.

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