Erinnern für die Zukunft

Projektgruppe Frieden in Alfeld

14. September 2019

Jugendliche aus ganz Niedersachsen und darüberhinaus treffen sich in Alfeld

Pflege der Gräber der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Bürgermeister Beushausen schildert Hintergründe zum Friedhof

Pflegearbeiten an den Grabplatten

Ergebnis nach den Arbeiten

Alfeld. „Projekt Frieden“, so nennen sich die Jugendlichen aus Niedersachsen, die gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. an jährlich 3 - 4 Projektwochenenden Kriegsgräberstätten in Niedersachsen erkunden und pflegen. Sie möchten dabei etwas erfahren über die lokalgeschichtlichen Zusammenhänge der Kriegsgräber und wollen durch die Pflege dieser Gräber einen aktiven Beitrag leisten, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Am letzten Wochenende beschäftigte sich die Projektgruppe mit den Gräbern der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof in Alfeld. Nach einer informativen Führung über den Friedhof durch Bürgermeister Bernd Beushausen ging es an die praktische Arbeit. Grabsteine wurden gereinigt, Unkraut entfernt und Büsche zurückgeschnitten. Der leichte Nieselregen hielt die Jugendlichen nicht ab, emsig Hand anzulegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Namen der Opfer sind wieder lesbar und mit ihren Namen bekommt auch ihr tragisches Schicksal die gebührende Sichtbarkeit.

Im Anschluss einer kleinen Gedenkfeier für die verstorbenen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter am Sonntagvormittag legten die Jugendlichen gemeinsam mit Beushausen und anwesenden Alfelder Bürgerinnen und Bürger Blumen auf die Grabsteine.


Text und Bilder:
Henrik Berthold, Bezirksgeschäftsführer Volksbund Hannover

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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