„Mitten in Europa 1918/2018" – Ereignisse, Erinnerungskulturen und ihre Wirkungen auf politisches und gesellschaftliches Handeln

am 14. und 15. November 2018 im Industrie-Club Hannover mit den Historikern Prof. Dr. Gerd Krumeich und Prof. Dr. Etienne François

15. Oktober 2018

Hannover. 2018 wird der Erste Weltkrieg 100 Jahre zu Ende sein. Mit mehr als 20 Mio. Toten war er der erste Krieg der Menschheitsgeschichte, der ein Massensterben zur Folge hatte.

Er markiert das Ende vieler Monarchien und der Bündnisarchitektur des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig mit dem Völkerbund den Anfang neuer Wege in der Frage der Gewährleistung kollektiver Sicherheit und des Friedens. Zu seinen Hinterlassenschaften gehören aber auch die Pariser Vorortverträge, die jahrzehntelang und vielfach bis heute die Politik in Europa und darüber hinaus z.B. im Nahen Osten verhängnisvoll bestimmt haben.

Zu den „Relikten“ des Ersten Weltkrieges zählen neben einer Vielzahl von Kriegsgräberstätten auch unterschiedliche Erinnerungskulturen in Europa, die im Laufe des 20. Jahrhunderts stark beeinflusst wurden durch den Nationalsozialismus und dann durch den Kommunismus in Osteuropa.

Die Tagung wird versuchen, einige dieser Linien des 20. und 21. Jahrhunderts an Beispielen nachzuvollziehen, so z.B. anhand der Debatte um die sog. „Dolchstoßlegende“, einer fast vergessenen Kriegsgräberstätte in Niedersachsen und der Frage der Vergleichbarkeit von Massentötungen im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, wie die nationalen Erinnerungsnarrative die europäische Integration befördern oder behindern und was in der Bildungsarbeit getan werden muss, um die europäische Idee voranzubringen.

Wir freuen uns wenn Sie an unserer Veranstaltung teilnehmen.

Anmeldungen bis 12.11.18 an:

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Landesverband Niedersachsen
Wedekindstraße 32
30161 Hannover
Email: niedersachsen(at)volksbund.de
Tel.: 0511 - 32 12 82
Fax: 0511 - 30 65 31


Programm am 14. November

16.00 – 17.00 Uhr
Die nicht verstandene Niederlage, die Unfähigkeit zu gemeinsamer Trauer und der große Hass -  Belastungen für die Weimarer Republik – und  darüber hinaus.“
Prof. em. Dr. Gerd Krumeich, Düsseldorf

17.15 – 18.00 Uhr
Lost Places - Die Entwicklung einer Geschichts- und Erinnerungstafel für die Kriegsgräberstätte des 1. WK  in Celle-Scheuen.
Karl Friedrich Boese Bildungsreferent des Volksbundes und SchülerInnen des Gymnasiums in Lachendorf

18.00 – 19.00 Uhr
"Rassismus und Vernichtungskrieg: Die Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die deutsche Politik im Zweiten Weltkrieg".
Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftung nds. Gedenkstätten, Celle


Programm am 15. November

10.00 – 11.00 Uhr
„Identität und Erinnerung – Gibt es dafür eine gemeinsame europäische Idee?“
Prof. em. Dr. Etienne François, Berlin

11.00 – 12.00 Uhr
Podium: „Was haben die BürgerInnen von der europäischen Idee verstanden, was tragen sie mit und  welche Rolle spielt die Bildungspolitik für die Europäischen Einigung?“
- Christoph Pohlmann, Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung
- Prof. em. Dr. Etienne François
- Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des NHB
- Moderation: Prof. Dr. Axel Saipa, Landesvorsitzender des Volksbundes

Programmflyer für den Download als PDF

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

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