Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Altenau, Ev.- luth. Gemeindefriedhof

Auf diesem Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 86 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in 2 Gräberfeldern. Im Einzelnen:

Kriegsgräberstätte von
- 3 deutschen Soldaten und 6 in der Gräberliste als Zivilbedienstete ausgewiesene des Ersten Weltkrieges.
- 52 Soldaten verschiedener Truppengattungen von Heer, Luftwaffe, Waffen-SS und Volkssturm, von denen die meisten während der schweren Kämpfe im Oberharz zwischen Altenau und St. Andreasberg vom 12. - 14. April 1945 gefallen sind. Drei von ihnen blieben unbekannt.
- 10 zivile Opfer eines alliierten Luftangriffes auf Altenau vom 29. März 1945 - Frauen und Kinder.
Die einfache aber gepflegte Gräberstätte mit großen, Namensplatten und einigen einzelnen Grabkissen findet der Besucher unmittelbar links vom Eingang.

Reihengrabanlage für 8 namentlich bekannte und 7 unbekannte sowjetische Kriegsgefangene. Über ihr Schicksal gibt es keine genauen Informationen. Die Todesdaten in der Gräberliste weisen für 8 von ihnen den Oktober 1941 aus. Sie müssen demnach kurz nach ihrer Ankunft in Altenau verstorben sein. Für die übrigen - alle unbekannt - ist als Todesdatum der 12. April 1945 angegeben. Sie könnten demnach bei den Kämpfen um Altenau ihr Leben verloren haben.
Die Gräberstätte an der rechten Friedhofsbegrenzung macht einen sehr vernachlässigten und lieblosen Eindruck, der der Würde der hier Ruhenden in keiner Weise gerecht wird.

Fotos: Volker Fleig 2013

Bilder von Altenau, Ev.- luth. Gemeindefriedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Mehr als 1,8 Millionen deutsche und ausländische Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges ruhen auf Friedhöfen in der Bundesrepublik Deutschland. In 7.600 Städten und Gemeinden gibt es über 12.000 Kriegsgräberstätten, Gräberfelder und Einzelgräber, auf denen Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft bestattet sind. Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz) sowie in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Auf dieser gesetzlichen Grundlage wurden die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge setzt sich im Rahmen des Möglichen für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein. So wurden bis zum Abschluss des ersten Kriegsgräbergesetzes im Jahre 1952 in Westdeutschland etwa 400 Kriegsgräberstätten durch den Volksbund errichtet oder neu gestaltet. Seit dem 1. Januar 1993 gilt das Gräbergesetz auch in den neuen Bundesländern. Es wurde jedoch bereits seit Beginn der Arbeiten in den neuen Bundesländern bei allen Beratungen berücksichtigt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge berät die Friedhofsträger #d# besonders in den neuen Bundesländern #d# bei der Erhaltung und Instandsetzung der im Inland gelegenen Gräber. Seit Öffnung der innerdeutschen Grenze wurden etwa 1.000 Städte und Kirchengemeinden bei der Instandsetzung ihrer Kriegsgräberanlagen beraten und teilweise auch finanziell von uns unterstützt. Die Kriegsgräberanlagen, Golm / Kamminke in Mecklenburg-Vorpommern und Halbe in Brandenburg, hat der Volksbund ebenfalls in seine Trägerschaft übernommen und damit auch die künftige Pflege und Erhaltung dieser Friedhofsanlagen. In unmittelbarer Nähe der Kriegsgräberstätte Golm unterhält der Volksbund zudem eine eigene Jugendbegegnungsstätte, in der vorwiegend polnischen und deutschen Schulklassen und Jugendgruppen die Möglichkeit für Projektwochen mit friedenspädagogischem Inhalt geboten wird.

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz" (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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