Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Osnabrück, Johannis - Friedhof

Dieser 1808 errichtete historische Friedhof steht seit 1983 unter Denkmalschutz und wurde am 31. Dezember 2015 entwidmet. Seitdem wird die Fläche als Park genutzt. Der Johannisfriedhof besteht aus fünf Abteilungen, die sich über 66.000 Quadratmeter erstrecken.In der ersten Abteilung (nordöstlicher Bereich) besteht ein Gräberfeld, auf dem Tote aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der NS-Herrschaft bestattet wurden. In der fünften Abteilung (südwestlicher Bereich) ruhen Tote des Ersten Weltkriegs.Im Einzelnen:

Gräberstätte Erster Weltkrieg im hinteren linken Teil in Abt. V:
Hier liegen 296 Tote des Ersten Weltkriegs. Es handelt sich dabei um deutsche, russische, belgische, serbische und finnische Soldaten. Die über 220 deutschen Toten starben entweder in Lazaretten in Osnabrück und Umgebung oder wurden aus den Kriegsgebieten überführt.
Die Toten aus Russland, Belgien und Serbien waren in deutscher Kriegsgefangenschaft und sind in dieser Zeit an Krankheiten oder infolge von Verwundungen gestorben. Unter ihnen befinden sich zwei russische Generäle, die 1916 mit militärischen Ehren unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden.
Bei den finnischen Toten handelt es sich um so genannte Finnische Jäger, die eine soldatische Ausbildung in Deutschland erhielten. Diese Angehörigen des Preußischen Jägerregiments Nr. 27 starben infolge eines Eisenbahnunglücks am 16. Januar 1918 zwischen Bohmte und Ostercappeln (LK Osnabrück).
Weitere Informationen bietet das Heft VergissMeinNicht, das Schülerinnen und Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums erstellt haben.

Gräberstätte für Osnabrücker Bombenopfer im rechten alten Teil in Abt. I:
Auf der am 23.11.1958 eingeweihten Kriegsgräberstätte haben 178 Tote ihre letzte Ruhe gefunden. Sie sind Opfer von Bombenangriffen geworden, die Osnabrück vor allem in den Jahren 1943-1945 schwer trafen. Bei den Toten handelt es sich sowohl um Militärangehörige wie auch um Zivilisten. Auf vielen der Grabsteine sind Todesdaten von Kindern zu lesen. Auch sie starben während der Bombenangriffe, teilweise mit Geschwistern und weiteren Familienangehörigen zusammen. Ungefähr 50 der Toten starben infolge des schweren Bombenangriffs vom 25. März 1945 (Palmsonntag).



Fotos: Friedhofsverwaltung Osnabrück 2012

Bilder von Osnabrück, Johannis - Friedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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