„Licht – Leben – Liebe“

Stalingradmadonna in Bönen geweiht

20. März 2012

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sprachen die Fürbitten

Pastor Heimbrodt und Pastor Melloh segnen die Madonna

Die Madonna mit Informationstafeln

Die Medaille

 

Bönen, 14. März 2012 – Die „Humanitäre Kinderhilfe Osteuropa e. V. Bönen“ hatte zu einem ökumenischen Gedenk- und Friedensgebet in die Pfarrkirche St. Bonifatius eingeladen. Dort wurde des 67. Jahrestages des Bombenangriffs auf Bönen, aller Opfer des Zweiten Weltkrieges und aller Kriege und Gewalttaten gedacht. Gemeinsam wurde um den Frieden miteinander und für die ganze Welt gebetet. Im Zentrum dieser Andacht stand die Segnung der „Madonna von Stalingrad“. Bernd Scherer, Bezirksgeschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sprach über Dr. Kurt Reuber, den Schöpfer der „Stalingrad-Madonna“ und über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge. Kurz vor Weihnachten 1942 schuf der Pfarrer, Arzt und Künstler Dr. Kurt Reuber im Kessel von Stalingrad das Bild der „Stalingrad-Madonna“. An den Rand dieses Bildes schrieb er die Worte „Licht – Leben – Liebe“. Von keinem anderen Bild, das in dieser Zeit entstand, geht wohl eine solche Wirkung aus. Die Betrachter werden still und nachdenklich, halten stummes Zwiegespräch mit dem Bild. Es erinnert und mahnt an die schrecklichen Ereignisse im Kessel von Stalingrad. Musikalisch begleitete die Andacht der evangelische Gitarrenkreis Bönen. Die Fürbitten sprachen Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Hauptschule, der Humboldt-Realschule und des Marie-Curie-Gymnasiums. Der katholische Pfarrer Benno Heimbrodt segnete gemeinsam mit seinem evangelischen Amtsbruder, Pfarrer Thomas Melloh, die Kopie der „Madonna von Stalingrad“. Sie fand neben zwei Informationstafeln über die Geschichte dieses ergreifenden Kunstwerkes und der Friedensarbeit des Böner Vereines „Humanitäre Kinderhilfe Osteuropa“ in der Marienkapelle der St. Boniftiuskirche ihren würdigen Platz. Ein heimischer Steinmetz hatte die dem Verein 2005 vom Volksbund in Anerkennung seiner humanitären Arbeit verliehene Medaille der Madonna von Stalingrad in einen Natursteinriegel eingelassen, ebenfalls in der Marienkapelle.In 19 Kirchen in Deutschland, 4 Kirchen in Österreich, in der „Millenium Chapel“ der Kathedrale der von der deutschen Luftwaffe völlig zerstörten englischen Stadt Coventry, sowie im „Stalingrad-Museum“ im heutigen Wolgograd in Russland sind Reproduktionen dieses Bildes in den verschiedensten künstlerischen Techniken ausgestellt, als eindringliche Mahnung gegen den Krieg. Und nun auch in der Marienkapelle der St. Bonifatius-Kirche in Bönen. Vielen jungen Menschen sind die Grauen von Stalingrad heute nicht mehr bekannt. Kaum jemand aus der jüngeren Generation weiß, dass das heutige Wolgograd früher einmal Stalingrad hieß. Für die ältere Generation aber steht Stalingrad für eine der grausamsten und blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, mit ungeheuren Verlusten auf deutscher wie auch auf russischer Seite. Die Kapitulation der 6. Armee unter Feldmarschall Paulus bedeutete aber zugleich auch die Wende im schrecklichsten Krieg des zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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