"Wenn nur noch Steine bleiben"

Schüler gedenken am Volkstrauertag vergessener KZ-Opfer

16. November 2016

Schüler lesen das Gedicht "An meine Brüder in den Konzentrationslagern" von Käthe Leichter

Essen. Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Schule und des Viktoria-Gymnasiums arbeiten seit Beginn des Schuljahres gemeinsam an einem spannenden Geschichtsprojekt mit dem Titel "Wenn nur noch Steine bleiben". Dabei erforschen sie die Biografien von vergessenen KZ-Opfern, die auf dem Parkfriedhof in Essen bestattet wurden. Unterstützt werden die Schüler nicht nur von ihren engagierten Geschichtslehrern, Sarah Kieseler und Klaus Kirstein. Die Arbeit der Schüler wird darüber hinaus professionell begleitet von dem Historiker Thomas Hammacher, vom Stadtarchiv/ Haus der Essener Geschichte und vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.. Um das Projekt langfristig an den Schulen zu verankern und die Kooperation zwischen den Partnern zu verstetigen, wurde bereits im Sommer eine Bildungspartnerschaft "Gedenkstätte und Schule" geschlossen.

Am vergangenen Volkstrauertag beteiligten sich die Schüler dann auch an der Gestaltung einer Gedenkstunde an den Gräbern der KZ-Opfer und berichteten bei der Gelegenheit über ihr Projekt. Die Schicksale von 12 KZ-Opfern werden aktuell von den Schülern erforscht. Deren Grabsteine wurden mit weißen Grabkerzen kenntlich gemacht. An weiteren 40 Grabsteinen standen diesmal noch rote Kerzen. Doch die Schüler sind zuversichtlich, dass sie nach und nach die Geschichten aller 52 Essener, die in verschiedenen Konzentrationslagern in Deutschland ermordet wurden und schließlich auf dem Parkfriedhof ihre letzte Ruhestätte fanden, aus dem Erinnerungschatten holen werden.

Hier der Bericht aus der WAZ.

 

 

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