75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie

14. Juni 2019

Mitte Verteidigungsattaché Albl der dt. Botschaft in Paris

Mitte Volksbund Präsident und ehem. Generalinspekteur der Bw Schneiderhan

Präsident der Picauville Souvient, Dennis Denneboy – Übergabe der Gastgeschenke

Deutscher Soldatenfriedhof la Cambe

Gruppe mit Veteranen der US Army

Dormagener Reservisten erneut im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland auf Einladung der dt. Botschaft in Paris als Delegation bei den diesjährigen Feierlichkeiten in der Normandie präsent.

Der 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie hatte für die 14 Kameraden der RK Dormagen 3 Highlights im Gepäck.

In der Zeit vom 03. Juni bis einschl. 10. Juni unterstützte wiederholt die Dormagener Delegation die unterschiedlichsten Zeremonien im Zusammenhang mit den D-Day Feierlichkeiten in Frankreich. Dieses Jahr fuhren wir zu den 16 Mal in die Normandie wovon 7 Besuche dem D-Day und 9 Besuche dem Volkstrauertag galten. Hierbei ist dt. Präsenz durch die vielen Menschen in den Ortschaften immer wieder gefragt. Diese zeigen sich sehr dankbar, dass auch dt. Soldaten sich der Vergangenheit gemeinsam mit ihren heutigen Partnern (NATO) erinnern. Immer wieder wird in Gesprächen die gemeinsame europäische Zukunft benannt. Aufgrund des diesjährigen Jubiläums (75. Jahre) waren natürlich auch größere Feierlichkeiten anberaumt, sowohl von der zivilen Seite, als auch der militärischen. Nicht zuletzt kamen ja auch etliche Staatsoberhäupter dorthin, allerdings wurden diese durch starke Sicherheitsmassnahmen begleitet und abgeschirmt. War doch extra für den Präsidenten der USA auch an der Küste von Cherbourgh ein Flugzeugträger samt Begleitschiffen vor Anker gegangen. Zahlreiche Flugschauen und Fallschirmabsprünge an der Dropzone in La Fiere begleiteten die Jubiläumsfeierlichkeiten. Das ganze geschieht verglichen zu Deutschland in Volksfeststimmung.

Überall wurden wir herzlichst in Empfang genommen. Bei den vielen Termine gab es immer nette Worte und es wurde uns für die Anwesenheit dt. Militärs (auch wenn wir lediglich Reservisten sind, war kein Unterschied zu erkennen) gedankt. Man sollte sich an vergangenes Erinnern, und nicht nachtragen, sondern an zukünftiges Richtung Europa denken, sprich GEMEINSCHAFTLICH.

1. Highlight war, das seitens der unterschiedlichsten Entscheidungsebenen der Bundeswehr die dienstliche Veranstaltung (DVag) in Verlängerung gestattet wurde, sodass anstatt der üblichen fünf Tage nun acht daraus wurden.

2. Höhepunkt war das seitens des Landeskommando ein Offizier (Oberstleutnant Mitscher, der auch die Funktion des Delegationsleiters übernahm, ihm zur Seite gestellt, Stabsfeldwebel Heinen) im Rahmen der Dienstaufsicht anwesend war und sich somit einen Überblick über den Umfang der einzelnen Zeremonien und dem Programm machen konnte.

3. (persönlicher) Höhepunkt war die Übergabe der Gedenkmünze des Militärattachéstab der Dt. Botschaft in Paris an den RK Vorsitzenden, für die geleistete Arbeit im Zusammenhang der jahrelangen Besuche und Unterstützungsarbeit durch den Militärattaché Herrn Brigadegeneral Albl.

Wegen der Vielzahl der Zeremonien wurden alle anwesenden militärischen Einheiten durch den MilitärStabAttaché den einzelnen Feierlichkeiten zugeteilt. So kamen wir diesjährig auch an neu zugewiesene Denkmäler in Ortschaften an denen wir bisher noch nicht waren. Hervorzuheben war die Präsenz am Grandcamp Maisy (Landezone der Kanadier an franz. Steilküste) und auch in Fourcaville wo seinerzeit ein dt. Kriegsgefangenenlager geführt wurde.

Es wurden über 2935 Km zurückgelegt.

 

Zum Programm:

03.06. – Montag                                                                                                                                                     Anreisetag und 19.00 Uhr Treffen aller Delegationsleiter im Feldlager der Luftlandebrigade 1 in Picauville. Hier wurden die letzten Neuigkeiten / Änderungen bekannt gegeben.

04.06. - Dienstag                                                                                                                                                        14.00-16.00 h Céremonie en hommage aux soldats canadiens in Gouffern en Auge                                        16:00-18:00 h ein Vorüben und Einweisung auf dem dt. Soldatenfriedhof La Cambe

05.06. – Mittwoch                                                                                                                                                        11:00-12:30 h Cérémonie à la tombe de Philippe Kieffer in Grandcamp Maisy, hier fanden gleich 4 Zeremonien im direkten Umfeld des Friedhofes als auch dem Ehrenplatz statt.

17 :00-18:15 h Cérémonie au Cimetière Allemand de La Cambe, aufgrund der sehr hohen zu erwartenden Besucheranzahl und militär.Teilnehmer, war das Eintreffen vor Ort auf max. 15.00 Uhr festgelegt, da seitens der Polizei danach kein Einlass mehr gewehrt wurde. Die Vernatsaltung dauerte bis ca. 18:45, danach lud der Volksbund zum gemeinsamen Gespräch und der Ausstellungseröffnung durch den Präsidenten des Volksbundes (und ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr) Schneiderhan ein. Während der Veranstaltung bot das Luftwaffenmusikkorps Münster den musikalischen Hintergrund.

Angetretene Militärformationen :                                                                                                      USA – Kanada – Frankreich -  Luftlandebrigade 1 – Feldjägerregiment 3 – Reservistenkameradschaft Dor - Panzergrenadierbataillon 909 – Luftwaffenmusikkorps Münster

06.06. – Donnerstag, dem 75. D-Day                                                                                                       16.00-16:45 h   Cérémonie Stèle Alexandre Renaud in Sainte-Mére-Eglise, im Anschluss Messe

16 :45-17:30 h Messe commémorative in Sainte-Mére-Eglise, direkt danach

17:30-18:30 h Cérémonie Monument AVA in Sainte-Mére-Eglise, hiEer konnten wir Prinz Albert von Monacco und den Stabschef der United Army, 4Sterne General Miller kennen lernen, wobei sich der General nach der Zeremonie im Bad der Menge beádete.

An diesem Tage fanden im erweiterten Umfeld zahlreichen Großveranstaltungen auf  den alliierten Friedhöfen, in Colleville (USA) und Bayeux (GB) etc statt, sodass die Rue de National weiträumig für die Anfahrten der Staatsoberhäupter (Trump etc.) gesperrt und der Verkehr umgeleitet wurde, sodass es zu längeren Anfahrzeiten kam.

07.06. – Freitag                                                                                                                                           14:00-15:00 h Cérémonie Sqare Rex Combsin in Chef du Pont, zuvor hatte zwischen 12.00-14.00 h ein Repas champêtre près du Square Rex Combs mit der örtlichen Bevölkerung stattgefunden.

Ab 19 :30 h Repas de l´Amitié in Picauville in der dortigen Sporthalle zusammen mit Bevölkerung und Militärs der USA sowie Luftlandebrigade 1.

 

08.06. – Samstag

10:30-12.30 h Cérémonie à l’ancien camp de prisonniers allemands in Fourcarville, einem ehem.dt. Kriegsgefangenenlager, hierbei konnten wir unter anderem den Polizeiprefekten für die Region kennenlernen, der uns seine volle Unterstützung bei möglichen Problemen zu sicherte, was wir natürlich gerne entgegen nahmen. (Probe auf Exempel fan dam darauffolgenden Sonntag in La Fiere statt, wo die Absprungzone WW II der US stattfand. Hier war seitens der franz. Sicherheitsorgane eine Area errichtet worden (FW-Polizei, Feldgendamerie, Rettungsdienste etc.). Der Zugang mit der Empfehlung des Polizteifrekten funktionierte enwandfrei. Hier verabscheidten wir uns persönlich vor Ort,nahmen kurz mal Einsicht in die dortige « Sicherheitslage » und bedankten uns für die unkomplizierte Hilfe bei den Absperrungen. 

17:30-18:15 h Cérémonie au Mémorial Franco-Américain in Graignes-Mesnil-Angot mit anschließendem Empfang.

 

09.06. - Sonntag

Ab 11:00 Uhr Absprung der Fallschirmspringer aller anwesenden Militärs (FR-D-NL-USA-CAN….) in der ehem. Absprungzone La Fiere nahe Sainte-Mére-Eglise. Gegen 18:30 Uhr marschierten dann die Springer zum Abschluss in Sainte-Mére-Eglise mit Musik und Oldtimer-Fahrzeugen sowie Veteranen ein.

10.06. – Montag, Rückfahrt

 

Text und Fotos: Erik Heinen

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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