Angehörige des ZVBw beim Kriegsgräbereinsatz in Frankreich

22. Juli 2018

Bei hochsommerlichen Temperaturen verlangt der Arbeitseinsatz auf dem Gräberfeld den Teilnehmern vieles ab

Die Mitarbeiter des Zentrums für Verifikationsaufgaben, hier mit Kommandeur Brigadegeneral Peter Braunstein in der Mitte, nutzen den Aufenthalt in Frankreich auch zur politischen und geschichtlichen Weiterbildung

Vor einer nicht alltäglichen Aufgabe stehen derzeit mehr als ein Dutzend Soldaten und zivile Mitarbeiter des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) in Geilenkirchen.
Im normalen dienstlichen Alltag sind sie als Diplomaten in Uniform weltweit im Einsatz, um die deutschen Verpflichtungen im Bereich der Rüstungskontrolle zu erfüllen. Vom 16. bis zum 27. Juli kümmern sie sich jedoch um die Pflege von deutschen Soldatengräbern aus dem 1. und dem 2. Weltkrieg im französischen Cernay. „100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkrieges dient dieser Arbeitseinsatz neben der Unterstützung der Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. auch der intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte“, erläutert der Kommandeur, Brigadegeneral Peter Braunstein, die Zielsetzung dieser Maßnahme. Daher gehören zum Programm dieser politischen Weiterbildungsmaßnahme neben dem intensiven Arbeitseinsatz auf dem Gräberfeld auch ein Besuch der Gedenkstätte am Hartmannsweiler Kopf und die Begegnung mit Kameraden der französischen Partner-Verifikationsorganisation.
Auf dem Soldatenfriedhof in Cernay sind unter anderem mehr als 7.000 deutsche Soldaten aus dem 1. Weltkrieg und fast 1.500 deutsche Soldaten aus dem 2. Weltkrieg begraben. Die Aufgabe der Angehörigen des ZVBw ist es, die Grabkreuze zu richten, zu säubern sowie neu zu streichen, bei den gegenwärtigen sommerlichen Temperaturen, eine schweißtreibende Angelegenheit. Dennoch sind alle Teilnehmer sichtlich mit Freude und Begeisterung, aber auch mit großer Ernsthaftigkeit bei der Sache. Die aktive Arbeit auf dem Gräberfeld erlaube eine sehr hautnahe und intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte, aber auch mit Tod und Verwundung, erklären dabei einige Teilnehmer ihre Motivation. Diese Eindrücke, aber sicher auch viele Aspekte ihrer üblichen täglichen Arbeit können sie beim gemeinsamen Barbecue mit ihren Kameraden der französischen Verifikationsorganisation austauschen.

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