Arbeitseinsatz für den Volksbund in der Normandie

1. Juli 2019

Eine Woche nach den Jubiläumsveranstaltungen zum 75. D-Day waren 9 Reservisten der Marsch- und Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen und Hessen für zwei Wochen im Arbeitseinsatz. Zwei belgische Reservisten unterstützten die Gruppe mit den französischen Sprachkenntnissen.

Es ging zum deutschen Soldatenfriedhof nach Marigny, 15km ostwärts von St. Lo, auf der Halbinsel Cotentin. Hier erfolgten im Juni/Juli 1944 schwere Kämpfe, als die Allierten die Halbinsel abschneiden wollten.
11.169 deutsche Soldaten haben auf dem Friedhof die letzte Ruhe gefunden.

Die Reservisten hatten ein Gräberfeld von 360 Grabplatten neu zu gestalten.
Die kleinen Sandsteinkreuze waren fast in der Rasenfläche versunken. Sie mussten ausgegraben werden.
Dann wurde eine Grube von jeweils 30x30cm ausgehoben und mit Vlies und Granulat gefüllt.
Auf dieses Granulat wurde eine Betonplatte von 30x30cm gelegt, die ebenerdig mit der Rasenhöhe abschloss.
Zum Schluss wurden die Sandsteinkreuze mittig auf die Betonplatte geklebt.

Es gab drei Regentage, bei denen der Boden durchnässt war und man nicht mit dem Materialfahrzeug über den Rasen fahren konnte. Außerdem waren die Gruben für die Grabplatten voll Wasser gelaufen.
Trotzdem wurde das Ziel erreicht und die 360 Grabplatten erneuert.

Abends erfolgten durch den Leitenden, Oberstleutnant d. Res. Peter Weyers Einweisungen in den geschichtlichen Hintergrund zu der Invasion der Alliierten in der Normandie.
Am Wochenende wurde am Samstag zunächst der Abschnitt „Utah-Beach“ besucht.
Auch dazu gab OTL Weyers eine Einweisung über die deutsche Verteidigung und Kämpfe mit den Amerikanern.
Am Sonntag erfolgte die Exkursion von „Omaha-Beach“ mit vorheriger Einweisung. 
Beide Landungsstrände lagen nur jeweils eine Fahrtstunde von der Unterkunft entfernt.
Außerdem wurden der amerikanische Soldatenfriedhof in Colleville und die deutschen Friedhöfe in Orglandes und La Cambe besucht.

Der Einsatz hat den Kameraden sehr viel Spaß gemacht, da die Arbeiten gut vorbereitet waren, eine gute Unterkunft vorhanden war und es auf dem geschichtsträchtigen Boden einiges zu sehen gab.

 

Text und Fotos: Peter Weyers

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